Gesundheit
Krankenkassen-Chef warnt: Pflege könnte für Versicherte künftig teurer werden
Veröffentlicht:
von Sophie Anzer:newstime
Krankenkassen-Chef warnt vor steigenden Pflegebeiträgen
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Die finanzielle Lage der Pflegeversicherung bleibt angespannt. Expert:innen rechnen deshalb mit steigenden Beiträgen und fordern mehr Unterstützung durch den Bund.
Auf die Versicherten könnten in Zukunft höhere Kosten zukommen. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, hält steigende Beiträge zur Pflegeversicherung für wahrscheinlich. Grund dafür sei vor allem der demografische Wandel: Die Gesellschaft wird älter, gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu.
Baas fordert deshalb, die Pflegeversicherung finanziell stärker zu entlasten. Unter anderem müssten nach seiner Einschätzung rund sechs Milliarden Euro an die Pflegekassen zurückfließen, die ihnen während der Corona-Pandemie entzogen worden seien. Einsparpotenzial sieht er zudem bei den Zuschüssen für bestimmte Verbrauchshilfsmittel.
Auch der AOK-Bundesverband warnt vor einer schwierigen finanziellen Entwicklung. Verbandschefin Carola Reimann rechnet mit einem möglichen Defizit von bis zu acht Milliarden Euro. Bleibt die Finanzierungslücke bestehen, könnten weitere Beitragserhöhungen notwendig werden.
Auch in den News:
Auch bei der Krankenversicherung drohen höhere Beiträge
Nicht nur die Pflegeversicherung steht unter Druck. Nach Einschätzung von Baas ist derzeit offen, ob die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung stabil gehalten werden können. Die Chancen dafür sieht er lediglich bei 50 Prozent.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) müsse deshalb zusätzliche Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Finanzierung der Sozialversicherungen langfristig zu sichern.
Darüber hinaus plädiert Baas für eine Änderung bei der Absicherung pflegender Angehöriger: Die Rentenansprüche, die durch die Pflege von Familienmitgliedern entstehen, sollten künftig aus Steuermitteln finanziert werden – und damit nicht mehr allein zulasten der Pflegeversicherung gehen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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