Naher Osten
Ölpreis bleibt auf Rekordjagd – Analysten zeichnen trübes Szenario
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von Emre Bölükbasi:newstime
Spritpreise: ADAC kritisiert Tank-Regel (23. September)
Videoclip • 29 Sek • Ab 12
Solange im Nahen Osten Bomben fallen, bleiben die Zapfsäulen teuer – erste zaghafte Signale aus der Diplomatie sorgen derweil für Bewegung an den Märkten. Von Fachleuten kommt aber keine gute Nachricht.
Der globale Ölmarkt zeigt sich am Freitag (25. September) kaum bereit zur Ruhe. Zwar hat der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nach dem massiven Kurssprung der Vortage leicht nachgegeben und notiert bei rund 105,72 US-Dollar – doch das ist kein Zeichen der Entspannung, sondern lediglich eine Atempause auf einem erschreckend hohen Niveau.
Zehn Prozent in zwei Tagen – die Schockwelle sitzt tief
Innerhalb von nur 48 Stunden hatten die Ölnotierungen zuvor um rund zehn Prozent zugelegt. Der Auslöser ist kein Geheimnis: Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert seit Wochen immer weiter.
Bereits Anfang September hatten gegenseitige Angriffe rund um die Straße von Hormus – eine der meistbefahrenen Öl-Transportrouten der Welt – für einen Preissprung auf zeitweise über 108 US-Dollar gesorgt. Und noch in der Nacht zum 11. September näherte sich der Brent-Preis erneut der Marke von 110 Dollar, als neue Angriffe auf Tanker und Gefechte im Jemen die Märkte erschütterten.
Seit dem Jahresbeginn 2026 hat sich Brent-Öl damit um mehr als 70 Prozent verteuert. Die Folgen spüren Verbraucher:innen direkt: Heizen und Tanken sind drastisch teurer geworden, der Inflationsdruck wächst.
Politik reagiert: Tankrabatt soll Autofahrer entlasten
Die schwarz-rote Bundesregierung greift angesichts der Belastungen für die Bevölkerung in die Werkzeugkiste. Noch am heutigen Freitag soll im Bundestag für einen Tankrabatt eine Steuersenkung beschlossen werden, die Diesel und Benzin bis Ende Dezember um 14 Cent pro Liter entlasten soll. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich eine Ersparnis von 17 Cent je Liter. Kurz darauf soll der Bundesrat zustimmen, damit die Entlastung bereits ab dem 1. Oktober greift.
Auch in den News:
Diplomatie: Ein schmaler Hoffnungsschimmer
Parallel zum Preisfeuer flackert erstmals ein diplomatisches Signal auf. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat am Rande der UN-Generalversammlung in New York einen Plan ins Spiel gebracht: Demnach könnte die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden – sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Das Weiße Haus bezeichnete laufende Gespräche über Vermittler:innen als "positiv und konstruktiv". Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt gesprächsbereit gezeigt und ein mögliches Treffen mit dem iranischen Staatschef signalisiert.
Experten: 100 Dollar als neue Untergrenze
An den Märkten herrscht Uneinigkeit darüber, wohin die Reise geht. Klar ist für Fachleute aber eines: Eine schnelle Rückkehr zu den Preisen von vor dem Krieg ist nicht in Sicht. Analyst:innen rechnen damit, dass Brent-Rohöl in einer Bandbreite zwischen 100 und 110 Dollar verharren wird, solange keine grundlegende Änderung der Lage eintritt.
Gelingt eine glaubwürdige Einigung, könnte der Preis rasch unter die 100-Dollar-Marke rutschen. Eskaliert der Konflikt hingegen weiter oder geraten Exportrouten erneut unter Druck, sind Preise von 120 Dollar pro Barrel nicht ausgeschlossen. Die Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten, die den Ölpreis Mitte September noch kurz hatte sinken lassen, gelten inzwischen als weitgehend verflogen – angesichts von Aussagen der Islamischen Revolutionsgarde, die auf eine mögliche weitere Eskalation hindeuten.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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