Textil- und Haushaltswaren

Discounter Kik auf großem Sparkurs: Diese sieben Filialen sollen noch 2026 schließen

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen (24. März)

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


Die Textilkette Kik zieht ihren Rückzug konsequent durch: Auf rund 50 bereits bekannte Schließungen folgen jetzt sieben weitere. Betroffen sind Standorte in mehreren Bundesländern – bis Ende 2026 soll es insgesamt 135 deutsche Märkte treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bereits im März gab der Textil- und Haushaltswaren-Händler Kik die Schließung von insgesamt 300 Filialen bekannt.

  • Welche Standorte betroffen sind, wurde nur schrittweise bekannt – die Liste soll sich nun um sieben Läden erweitert haben.

  • Grund für die Schließungen sind laut Finanzvorstand Christian Kümmel eine zu hohe Expansion sowie der steigende Wettbewerbsdruck.

Noch in diesem Jahr droht 300 Kik-Filialen europaweit das Aus. Das hatte die Textil- und Haushaltswaren-Kette bereits im März 2026 angekündigt. In Deutschland sollen insgesamt 135 Läden bis Ende 2026 ihre Türen schließen – darunter waren bislang nur etwa 50 konkret bekannt. Wie "Merkur.de" berichtet, werden nun sieben weitere betroffene Märkte genannt.

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Diese sieben Standorte machen ebenfalls dicht

Bereits im ersten und zweiten Quartal wurden zahlreiche der rund 2.200 Kik-Märkte in Deutschland geschlossen. Eine offizielle Liste der insgesamt betroffenen Standorte wolle das Unternehmen laut "Augsburger Allgemeine" allerdings nicht herausgeben.

Zuletzt war "Merkur.de" zufolge für eine Filiale in München-Aubing Schluss. Zum 17. September soll es einen weiteren Markt in Gröditz in Sachsen treffen. In Potsdam-Babelsberg schließe Kik zum 31. Dezember seine Türen.

Zuvor hatten einige Lokalmedien sowie örtliche Social-Media-Kanäle über das Aus von sieben weiteren Kik-Filialen berichtet, so "Merkur.de". Kik habe dies nun gegenüber dem "Münchner Merkur" bestätigt.

Demnach seien folgende Standorte betroffen:

  • Dassel (Niedersachsen), Schließung bis 28. November

  • Forst (Brandenburg), Schließung bis 28. November

  • Magdeburg, Filiale in der Edelweiß-Passage (Sachsen-Anhalt), seit dem 3. September geschlossen

  • Mengen (Baden-Württemberg), Schließung bis 16. Oktober

  • Pfullendorf (Baden-Württemberg), Schließung im November

  • Wassenberg (Nordrhein-Westfalen), Schließung bis 14. September

  • Wutöschingen (Baden-Württemberg), Schließung bis 18. September


Zu dicht expandiert? Das steckt hinter den Sparmaßnahmen

"Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück", erklärte der Finanzvorstand Christian Kümmel im März. Zudem nannte das Unternehmen als Grund der Abbau-Maßnahmen die Kaufzurückhaltung der Verbraucher:innen sowie einen zunehmenden Wettbewerbsdruck durch stationäre Händler wie Woolworth, NKD und Action oder asiatische Shopping-Plattformen wie Shein und Temu.

Neben der Schließung hunderter Filialen hatte das zuständige Management laut "Augsburger Allgemeine" außerdem erwähnt, die Öffnungszeiten in den verbleibenden Märkten anzupassen, um Personalkosten zu sparen. Eine dahingehend explizite Planung sei noch nicht final abgeschlossen, heißt es weiter.

Die in etwa 32.000 Mitarbeitenden, davon 19.000 Beschäftigte in Deutschland, müssen sich aber voraussichtlich nicht um ihre Jobs sorgen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) versicherte Christian Kümmel, man werde "die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden".


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Merkur.de: "Mode-Riese schließt 150 Filialen in Deutschland: Nun sind weitere Standorte bekannt – die Streich-Liste"

Augsburger Allgemeine: "Krise bei Kik: Textil-Discounter sortiert Filialnetz aus und schließt Läden"

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