Soziale Medien

Instagram, Facebook, WhatsApp: Meta weitet kostenpflichtige Angebote aus

Aktualisiert:

von Christopher Ferner

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Plus-Funktionen bei Instagram und Co. kosten bald Geld

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


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Der Konzern Meta baut seine Dienste um: Die Plus-Versionen von Instagram, Facebook und WhatsApp bekommen neue Zusatzfunktionen. Damit will sich der Konzern wohl unabhängiger von Werbeeinnahmen machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Meta führt für Instagram, Facebook und WhatsApp neue Bezahl-Angebote ein.

  • Die Plus-Versionen bieten erweiterte Analyse-Tools, detailliertere Statistiken und mehr Personalisierung.

  • Mit dem Schritt will sich der Konzern unabhängiger von Werbeeinnahmen machen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP bringt das US-Unternehmen Meta neue Bezahl-Angebote für seine Dienste Instagram, Facebook und WhatsApp an den Start. Das kündigte Meta-Produktchefin Naomi Gleit am Mittwoch (27. Mai) in einem Video an.

Die neuen Plus-Versionen sollen parallel zu den bisherigen Angeboten laufen. Bislang können Nutzer:innen in Deutschland zwischen zwei Varianten wählen: einem kostenpflichtigen Abo ohne Werbung und einer Gratis-Version mit Werbung.

Wer Instagram Plus oder Facebook Plus bucht, bekommt laut Gleit eine Reihe zusätzlicher Funktionen: ausführlichere Analysen, Statistiken dazu, wie oft Stories erneut angesehen werden, sowie mehr Möglichkeiten zur Profilgestaltung. WhatsApp Plus zielt dagegen vor allem auf Personalisierung – etwa mit Premium-Stickern und eigenen Klingeltönen.


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Meta-Strategie: Innovation oder Notwendigkeit?

Wieviel Nutzer:innen für die neuen Angebote zahlen müssen, ließ der Konzern offen. Medienberichten zufolge könnten Instagram Plus und Facebook Plus jeweils 3,99 Dollar (etwa 3,40 Euro) im Monat kosten, für WhatsApp Plus sollen monatlich 2,99 Dollar (etwa 2,60 Euro) anfallen.

Mit den Bezahl-Angeboten will sich Meta offenbar ein Stück weit von Werbeeinnahmen lösen und neue Geldquellen erschließen. Die zusätzlichen Mittel braucht der Konzern unter anderem, um seine Rechenzentren weiter auszubauen.

Das Wirtschaftsmagazin "Business Punk" hält den Schritt für unausweichlich: "Metas Abo-Offensive ist weniger Innovation als Notwendigkeit. Der Werbemarkt schwächelt, Datenschutzregeln verschärfen sich, und die Konkurrenz durch TikTok und andere Plattformen wächst."

Dass Meta seine Einnahmen breiter aufstellen will, könnte auch mit einem anderen Befund zusammenhängen: Einer firmeneigenen Schätzung zufolge soll der Konzern 2024 rund 16 Milliarden Dollar mit betrügerischer Online-Werbung eingenommen haben – etwa zehn Prozent des gesamten Konzernumsatzes. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen.

Demnach wurden Nutzer:innen von Facebook, Instagram und WhatsApp im Schnitt täglich 15 Milliarden Anzeigen ausgespielt, die Hinweise auf betrügerische Inhalte tragen – etwa Werbung für illegale Medikamente oder Online-Glücksspiel.

Auch in den News:


Verwendete Quellen:

ZDF: "Meta: Ein Zehntel des Umsatzes durch dubiose Werbung?"

Business Punk: "Zahlen für Facebook, Instagram und WhatsApp: Zuckerbergs Abo-Trick Meta Plus"

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