Rassismus-Vorwürfe
"Great Jeans": Hersteller verteidigt Werbung mit Sydney Sweeney
Aktualisiert:
von dpaDie Werbekampagne mit Schauspielerin Sydney Sweeney sorgt für aufgeheizte Gemüter.
Bild: Jordan Strauss/AP/dpa
Blond, blauäugig und gute Gene? Ein Werbeclip von Sydney Sweeney für eine Jeansmarke spaltet das Netz. Nun meldet sich American Eagle zu Wort.
Die US-Jeansmarke American Eagle hat sich hinter ihre umstrittene Denim-Werbung mit der Schauspielerin Sydney Sweeney gestellt. Die Werbekampagne "Sydney Sweeney Has Great Jeans" habe sich immer nur um Jeans gedreht, schrieb der Modekonzern auf Instagram. "Ihre Jeans. Ihre Geschichte.
Wir werden damit fortfahren zu feiern, wie jeder seine AE Jeans mit Selbstvertrauen auf seine Weise trägt. Großartige Jeans stehen jedem gut."
"Sydney Sweeney hat tolle Jeans", lautet der Slogan der American-Eagle-Kampagne, die Aufsehen in den sozialen Medien erregte. Der Slogan ist ein Wortspiel: Das englische Wort für Gene (genes) und das Wort Jeans klingen gleich.
In einem Clip wird dieses Wortspiel ausgeführt: "Gene werden von den Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben und bestimmen oft Merkmale wie Haarfarbe, Persönlichkeit und sogar Augenfarbe. Meine Jeans ist blau", sagt die 27-Jährige dort.
Boykott-Aufrufe in den sozialen Medien
Für dieses Wortspiel, aber auch für die Art, wie sich die Schauspielerin in Szene setzt, wurde Sweeney in den letzten Tagen von Internet-Usern kritisiert. "Vielleicht bin ich einfach zu woke. Aber eine blauäugige, blonde, weiße Frau zu nehmen und deine Kampagne darauf zu konzentrieren, dass sie perfekte Gene hat, fühlt sich seltsam an", schrieb ein User zu dem Clip auf X.
Auf Instagram lautete ein Kommentar: "Solche Ideen (Eugenik) sind nicht cool. Boykottiert American Eagle." Sweeney, die mit den Serien "The White Lotus" und "Euphoria" und auch im Kino ("Wo die Lüge hinfällt") Erfolge feierte, hat sich zu der Kontroverse bislang nicht zu Wort gemeldet.
Es gab auch viele User:innen, die sich hinter Sweeney stellten. Auch das Weiße Haus mischte sich ein. Kommunikationsdirektor Steven Cheung schrieb auf der Plattform X: "Die 'Cancel Culture' läuft Amok."
Dieses "verdrehte" liberale Denken sei der Grund, warum die Amerikaner:innen bei der Präsidentschaftswahl 2024 so gewählt haben, wie sie gewählt haben. "Sie haben diesen Mist satt."
Mehr News

Neuer Podcast
FIFA Fußball‑WM 2026 im Check: Podcast "Der Fußball im Abseits" startet

Langjähriger Unternehmer
Reinhold Würth: Wie der "Schraubenkönig" einen Weltkonzern formte

Temperaturgegensatz
Deutscher Wetterdienst warnt: Drohende Gewitter und Unwetter in Deutschland

Deutsche Textilindustrie
Wolfgang Grupp und die Trigema-Familie

Nahe eines Kindergartens
Dinslaken: Autofahrerin fährt in drei 12-jährige Radfahrer - zwei Kinder gestorben

Organisierter Viehdiebstahl
Rinder verschwinden in Brandenburg: Polizei jagt "Kuh-Mafia"

Einsatz mit zwei Hubschraubern
Backnang: Zwei Arbeiter erleiden Stromschlag neben Kran

Nach Regierungswechsel
Orbáns Gesetz gekippt: Ungarns Austritt aus Weltstrafgericht gestoppt

Vorbild Sadisten-Netzwerk „764"
Prozess in Hamburg gegen mutmaßlichen Pädokriminellen im Juni


