Sicherheitsrisiko
Google Chrome: Support-Ende für ältere macOS-Versionen angekündigt
Veröffentlicht:
von Claudia ScheeleBald wird für viele Macbooks der Support von Google Chrome eingstellt.
Bild: Silas Stein/dpa
Für Apple-Nutzer:innen, die noch mit macOS 12 Monterey arbeiten, rückt der Abschied von aktuellen Browser-Updates näher. Google hat bestätigt, dass Chrome ab Sommer 2026 ein neueres Betriebssystem voraussetzen wird.
Das Wichtigste in Kürze
Chrome 150 wird die finale Version für macOS 12 Monterey sein.
Ab Version 151 (geplant für den 28. Juli 2026) ist mindestens macOS 13 Ventura erforderlich.
Ohne Updates bleiben kritische Sicherheitslücken auf veralteten Systemen künftig ungepatcht.
Google zieht eine klare Linie bei der Unterstützung seiner Browser-Software. Mit der Veröffentlichung von Chrome 150 liefert das Unternehmen die letzte Version aus, die mit Apples Betriebssystem macOS 12 Monterey kompatibel ist. Für Anwender:innen bedeutet dies, dass künftige Innovationen und technische Verbesserungen an ihnen vorbeigehen, sofern sie kein System-Upgrade durchführen.
Ab dem 28. Juli 2026, dem voraussichtlichen Release-Datum von Chrome 151, wird macOS 13 Ventura zur Mindestvoraussetzung. Geräte, die technisch nicht in der Lage sind, auf Ventura oder neuer zu aktualisieren, können die neuen Browser-Releases nicht mehr installieren. Die Software bleibt auf dem letzten kompatiblen Stand eingefroren.
Sicherheitsrisiken für Monterey-Nutzer:innen
Zwar lässt sich der Browser in der veralteten Version weiterhin starten und nutzen, doch die Risiken für die Nutzer:innen steigen kontinuierlich an. Da Google keine weiteren Patches für diese Plattform bereitstellt, bleiben neu entdeckte Schwachstellen offen. Dies macht das Surfen im Netz langfristig unsicher, da Angreifer:innen bekannte Lücken gezielt ausnutzen könnten.
Neben den fehlenden Sicherheits-Patches fallen auch funktionale Updates weg. Moderne Web-Standards werden von älteren Browser-Versionen oft nicht mehr korrekt interpretiert, was zu Darstellungsfehlern oder Abstürzen führen kann. Wer aktiv im Netz unterwegs ist, sollte daher die Warnhinweise ernst nehmen und rechtzeitig handeln.
Handlungsempfehlungen für Anwender:innen
Google rät allen betroffenen Nutzer:innen ausdrücklich dazu, das Betriebssystem auf macOS 13 Ventura oder eine aktuellere Version zu aktualisieren. Nur durch diesen Schritt ist gewährleistet, dass der Chrome-Browser weiterhin regelmäßig mit den notwendigen Wartungsarbeiten und neuen Features versorgt wird.
Sollte die Hardware ein solches Update nicht mehr unterstützen, stellt dies die Besitzer:innen oft vor eine schwierige Wahl. In diesem Fall ist ein Hardware-Wechsel oder zumindest ein extrem vorsichtiger Umgang mit sensiblen Daten auf dem veralteten System ratsam. Langfristig führt an einem aktuellen Betriebssystem kein Weg vorbei, um die eigene digitale Sicherheit zu garantieren.
Diese Geräte bleiben auf der Strecke
Besonders Nutzer:innen älterer Hardware müssen jetzt genau hinsehen. Betroffen sind unter anderem das MacBook Air der Baujahre 2015 und 2017, das MacBook Pro von 2015 und 2016 sowie der iMac aus dem Jahr 2015. Auch der legendäre Mac Pro "Zylinder" von 2013 sowie der Mac mini von 2014 erhalten offiziell kein Upgrade auf macOS 13 Ventura mehr und verlieren damit den Chrome-Support.
Besitzer:innen neuerer Modelle, wie etwa eines MacBook Air ab 2018 oder eines MacBook Pro ab 2017, sind hingegen auf der sicheren Seite. Sie können die notwendigen System-Updates installieren und den Browser somit auch über den Sommer 2026 hinaus ohne Einschränkungen nutzen. Über das Apple-Menü "Über diesen Mac" lässt sich das eigene Modell leicht identifizieren.
Verwendete Quellen:
chip.de: "Ende Juli ist Schluss: Google Chrome beendet den Support für weitere Geräte"
Google-Support: "Sunsetting support for macOS 12 (Monterey) in mid-2026"
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