Hohe Kosten
Diesel für drei Euro? Spritpreise drohen weiter zu steigen
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von Sophie Anzer:newstime
Drohen bald drei Euro für Diesel und 2,50 Euro für Benzin?
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Tanken wird immer teurer. Noch Anfang August kosteten 50 Liter Diesel rund 108 Euro, am vergangenen Wochenende waren es bereits bis zu 120 Euro. Nun könnte der nächste Preisschub bevorstehen.
Hinter der Entwicklung steht vor allem die angespannte Lage im Nahen Osten. Neue Angriffe der Huthi-Terroristen im Jemen gefährden wichtige Routen für saudisches Öl. Wenn weniger Öl sicher transportiert werden kann, steigt in der Regel der Preis – mit Folgen für die Tankstellen.
Auch der Ölpreis selbst hat bereits deutlich angezogen. Die für Europa wichtige Nordsee-Ölsorte Brent lag am Freitag (11. September) bei rund 105 Dollar je Barrel. Am Montagmorgen (14. September) waren es bereits mehr als 107 Dollar.
ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski hält deshalb sogar einen Dieselpreis von drei Euro pro Liter für möglich. Voraussetzung wäre, dass der Ölpreis längere Zeit über 110 Dollar je Barrel bleibt. Für Benzin würde das laut Brzeski einen Preis von rund 2,50 Euro pro Liter bedeuten.
Zum Vergleich: Beim bisherigen bundesweiten Diesel-Tagesrekord im April kostete ein Liter 2,45 Euro. 50 Liter schlugen damals mit gut 122 Euro zu Buche. Beim Drei-Euro-Szenario wären es bereits 150 Euro.
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Hohe Spritpreise sorgen für politischen Streit
Besonders Diesel steht unter Druck. Deutschland ist hier stärker auf Importe angewiesen als bei Benzin, gleichzeitig ist fertiger Diesel auf dem Weltmarkt knapp.
Die hohen Preise sorgen inzwischen auch für politischen Streit. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert einen Spritpreisdeckel. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt einen solchen Höchstpreis ab. Brzeski sieht stattdessen Steuersenkungen als Möglichkeit, den Preisanstieg abzufedern.
Für Autofahrer:innen bleibt vorerst vor allem der Blick auf die Tankpreise. Der ADAC spricht vom "Rakete-Feder-Prinzip": Steigen die Ölpreise, ziehen die Spritpreise oft schnell an. Sinkt der Ölpreis wieder, geht es an der Tankstelle meist langsamer nach unten.
Sparen können Autofahrer:innen deshalb mit dem richtigen Tankzeitpunkt und einem Preisvergleich. Der ADAC empfiehlt, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zuletzt lagen zwischen den günstigsten und teuersten Dieselpreisen eines Tages 18,4 Cent. Bei 50 Litern macht das einen Unterschied von 9,20 Euro aus.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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