Straße von Hormus
Dax schießt hoch: Waffenruhe lässt Ölpreise abstürzen und Anleger jubeln
Aktualisiert:
von Jacqueline Bittl:newstime
Dax erstmals über 25.000 Punkte (7. Januar)
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Eine Feuerpause im Nahen Osten treibt die Börsen an: Der Dax springt fast fünf Prozent nach oben, Ölpreise brechen ein. Was die Öffnung der Straße von Hormus für Inflation, Zinsen und Verbraucher:innen bedeuten könnte.
Die Finanzmärkte reagieren mit Erleichterung auf politische Entspannung: Nach der angekündigten zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA legt der Dax kräftig zu. Der deutsche Leitindex stieg zum Handelsstart um 4,9 Prozent auf rund 24.033 Punkte.
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Laut Chefvolkswirt können "Finanzmärkte aufatmen"
Auslöser der Rally ist vor allem die Aussicht auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, dass die strategisch wichtige Meerenge während der Waffenruhe für den Schiffsverkehr offenbleiben soll. Über die Route wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gasexports transportiert.
Entsprechend heftig reagierten die Rohstoffmärkte: Die Ölpreise fielen zeitweise zweistellig, der Brent-Preis lag zwischenzeitlich unter 92 US-Dollar – so niedrig wie seit mehr als zwei Wochen nicht mehr.
Die sinkenden Energiepreise gelten an den Märkten derzeit als zentraler Indikator für Inflation und Konjunktur. Mit dem Ölpreis geht auch die Sorge vor weiter steigenden Lebenshaltungskosten zurück.
Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank kommentierte: "An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt." Die geringeren Ölpreise können dazu beitragen, dass der Inflationsschub nur von kurzer Dauer bleibt. In der Folge können Notenbanken möglicherweise auf weitere Zinserhöhungen verzichten – ein Szenario, das Aktien zusätzlich stützt.
Auch in Ostasien legten die Börsen deutlich zu, der japanische Nikkei 225 schnellte um mehr als fünf Prozent nach oben. Entscheidend bleibt jedoch, ob die angekündigte Waffenruhe Bestand hat.
Gitzel betonte, die wirtschaftlichen Schäden eines längeren Konflikts seien bislang begrenzt geblieben – vorausgesetzt, die Gespräche zwischen den USA und dem Iran führen zu einer nachhaltigen Entspannung. Noch bleibt offen, inwiefern die Verhandlungen tatsächlich zu einer Stabilisation führen werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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