Kryptowährung

Bitcoin-Kurs mit neuem Höhenflug

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Neuer Jenke-Report über Bitcoin-Handel

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


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Bitcoin ist nach einem längeren Abwärtstrend auf Erholungskurs. Die Kryptowährung bleibt aber sehr volatil, die Prognosen für die Zukunft gehen weit auseinander. Die Bundesbürger:innen bleiben skeptisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin hat ein neues Zwischenhoch von 78.446 US-Dollar erreicht, getrieben von geopolitischer Entspannung und einer anhaltend starken Nachfrage.

  • Star-Investorin Cathie Wood prognostiziert im Extremfall einen Bitcoin-Kurs von über 2,4 Millionen US-Dollar bis 2030, während andere Expert:innen deutlich vorsichtiger sind.

  • Laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent isehen viele Deutsche Kryptowährungen als zu riskant, schlecht reguliert und zu kompliziert an.

Die älteste und bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat am Mittwoch (22. April) ein neues Zwischenhoch markiert. Auf der Handelsplattform Bitstamp stieg der Kurs zeitweise auf 78.446 US-Dollar - so hoch wie seit Februar nicht mehr. Danach fiel er wieder leicht auf knapp 78.300 Dollar zurück. Auch andere Kryptowährungen wie Ether und Solana legten im Zuge dieser Bewegung zu. Damit setzt sich der starke Aufwärtstrend am Kryptomarkt vorerst fort, wie finanzen.net berichtet.

Für Rückenwind sorgte die geopolitische Lage. US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend einseitig verlängert. Dies hat die vorher stark gestiegenen Konjunktur- und Inflationssorgen, die durch den Iran-Krieg und den Ölpreisschub ausgelöst worden waren, etwas gedämpft. Zwar notieren die Preise für Rohöl weiterhin auf hohem Niveau, doch das Signal der politischen Entspannung kommt an den Märkten gut an.

Auch in den News:

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Trumps Iran-Entscheidung bringt kurzzeitige Entspannung

Marktexperte Timo Emden von Emden Research sieht in der Entscheidung der US-Regierung ein wichtiges Zeichen. Er sagt laut Quelle: "Die Verlängerung der Waffenruhe sendet ein klares Signal der Entspannung." Dieses Signal helfe, Risikoanlagen wie Kryptowährungen attraktiver erscheinen zu lassen, nachdem viele Investor:innen zuvor aufgrund der unsicheren Lage verunsichert waren.

Auch technisch bleibt die Lage beim Bitcoin spannend. Paul Howard, Senior Director beim Market-Maker Wincent, betont den Einfluss des Umfelds: "Kurzfristig hängt die Kursentwicklung des Bitcoins weiterhin stark von dem gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld ab." Aus markttechnischer Sicht sieht Howard den Bereich um 72.000 US-Dollar als wichtige Unterstützungszone. Das weitere Aufwärtspotenzial werde durch einen Widerstand bei etwa 79.000 Dollar begrenzt, wo mehrere markante Zwischenhochs aus Anfang Februar liegen.

Star-Investorin Cathie Wood mit Mega-Prognosen

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen extrem optimistische Kursziele bekannter Investor:innen. Die US-Fondsmanagerin Cathie Wood, CEO von ARK Invest, ist für ihre sehr positive Haltung gegenüber Bitcoin bekannt. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" hat sie ihre Prognosen im Januar 2026 noch einmal deutlich angehoben.

Wood geht nun davon aus, dass Bitcoin bis 2030 einen Wert von über 2,4 Millionen US-Dollar erreichen könnte – zuvor lag ihre Prognose bei 1,5 Millionen Dollar. Sie begründet diese Einschätzung mit dem wachsenden Interesse von institutionellen Anleger:innen an Bitcoin. In einem optimistischen Szenario sieht sie das Potenzial bei eben 2,4 Millionen Dollar. Im Basisszenario schätzt sie den Kurs auf 1,2 Millionen US-Dollar, selbst im bärischen Szenario hält sie 500.000 US-Dollar für möglich.

Andere Expert:innen sind deutlich vorsichtiger. Thomas Lee, Gründer und Chefanalyst von Fundstrat Global Advisors, erwartet bis Ende 2026 einen Bitcoin-Kurs von bis zu 250.000 US-Dollar. Die Spanne der Prognosen zeigt, wie groß die Unsicherheit über die langfristige Entwicklung der Kryptowährung ist.

Deutsche Anleger:innen: Interesse ja, Vertrauen nein

Während Profi-Investor:innen teils extrem hohe Ziele ausrufen, fehlt es in der Breite der Bevölkerung weiterhin an Vertrauen und Wissen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des österreichischen Online-Marktforschungsinstituts Marketagent im Auftrag von Börse Stuttgart Digital, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. n zwei Wellen wurden insgesamt 3.000 Menschen in Deutschland zu Geldanlage und speziell zu Kryptowährungen befragt.

Die Umfrage zeichnet ein gemischtes Bild: Das Interesse an Krypto-Themen steigt, gleichzeitig herrschen Unsicherheit und Skepsis. Drei Viertel der Befragten empfinden Kryptowährungen als nicht ausreichend reguliert und halten sie deshalb für zu riskant. Ebenfalls drei Viertel fürchten Betrug und den Verlust von Zugangsdaten. Rund zwei Drittel misstrauen den Anbietern von Kryptowährungen, geben aber auch an, die Technologie nicht zu verstehen und empfinden Krypto-Investments als zu kompliziert für  Durchschnittsbürger:innen.


Verwendete Quellen:

finanzen.net: "Kryptowährungen gefragt: Bitcoin klettert auf höchsten Stand seit Anfang Februar"

Handelsblatt: "Was wird 1 Bitcoin 2030 wert sein?"

FAZ: "Große Skepsis gegenüber Krypto"

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