Mehr Geld
Besoldung 2027: In welchen Bundesländern gibt es viel mehr Gehalt für Beamte?
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Regierung bremst Gehaltsplus für Spitzenbeamte (20. April)
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Gute Nachrichten für Millionen Menschen: 15 von 16 Bundesländern erhöhen 2027 die Besoldung ihrer Landesbeamt:innen. Ein Bundesland geht aber einen Sonderweg.
Beamt:innen in fast ganz Deutschland dürfen sich 2027 über mehr Gehalt freuen. Wie das Portal "Öffentlicher Dienst News" berichtet, heben 15 der 16 Bundesländer die Besoldung ihrer Landesbeamt:innen im Laufe des Jahres an – allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Höhe.
Grundlage dafür seien der Tarifabschluss für die Angestellten der Länder vom 14. Februar 2026 sowie ein richtungsweisender Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 17. September 2025 zur Berliner A-Besoldung. Dieser habe die Maßstäbe für eine amtsangemessene Alimentation neu festgelegt – mehrere Länder erhöhen die Gehälter deshalb über dem tariflich vereinbarten Niveau. Weil Beamt:innen tarifliche Erhöhungen nicht automatisch erhalten, müsse jedes Bundesland die Anpassung per eigenem Gesetz beschließen.
Diese elf Länder erhöhen zum 1. März 2027 pauschal um 2,0 Prozent (Stand: 24. September):
Baden-Württemberg
Berlin
Bremen
Hamburg
Mecklenburg-Vorpommern
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Diese Länder zahlen zwar auch mehr, weichen aber bei Termin oder Höhe ab (Stand: 24. September):
Bayern: +2,0 Prozent, erst zum 1. September 2027
Hessen: +2,8 Prozent, erst zum 1. Oktober 2027
Niedersachsen: +2,5 Prozent zum 1. März 2027
Schleswig-Holstein: +3,8 Prozent bereits zum 1. Januar 2027
Sonderfall Brandenburg – viel Geld für 2026, aber nichts Neues für 2027 (Stand: 24. September):
Rückwirkend zum 1. Januar 2026 steigen die Grundgehälter um 7,14 bis 17,94 Prozent, ausgezahlt mit der Dezemberabrechnung 2026 (vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags)
Für 2027 selbst ist keine weitere lineare Erhöhung geplant – stattdessen steigt zum 1. März 2027 die Wochenarbeitszeit von 40 auf 41 Stunden, befristet bis zum 31. Juli 2032.
Besoldungsreform bei Bundesbeamt:innen noch nicht fix
Spätestens zum 1. Januar 2028, wenn die aktuelle Besoldungsrunde in den meisten Ländern endet, dürfte die nächste Debatte um faire Beamtengehälter ohnehin schon wieder anlaufen. Denn während Landesbeamt:innen zumindest wissen, woran sie sind, warten Bundesbeamt:innen laut dem Portal "Öffentlicher Dienst News" weiterhin auf ihre eigene Besoldungsreform.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
oeffentlicher-dienst-news.de: "Zwölf Länder erhöhen am 1. März 2027 die Besoldung ihrer Beamten"
:newstime verpasst? Hier neueste Folge ansehen
Mehr entdecken

Angriff am U-Bahnhof
Lebensgefahr: 50-Jähriger in Hamburg verprügelt und ausgeraubt

Neue Jahreszeit beginnt
Herbst im Faktencheck: Was ist an Mythen rund um Vitamin D, nasse Haare & Co. dran?

Steuern im Ruhestand
Rentenbesteuerung: Immer mehr Senioren müssen mehr zahlen

Fruchtzwerge und Co. getestet
Öko-Test: Kinderjoghurts sind Zuckerfallen im Kühlregal

Kein Suizid?
Hitlers Alibi wackelt: Aktenfund sät Zweifel an Tod seiner Nichte

Finanztipps
Heizöl-Notstand vermeiden: So sparst du Geld beim Bestellen




