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Acht-Stunden-Tag ade? Für wen der Merz-Plan zum großen Problem werden könnte
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Harte Kritik an Höchstarbeitszeit-Lockerung
Videoclip • 01:47 Min • Ab 12
Der Acht-Stunden-Tag steht vor dem Aus. Die Regierung setzt auf Wochenlimits, Gewerkschaften warnen vor mehr Druck und Willkür. Wen die Reform besonders treffen könnte, erfährst du im Video!
Das Wichtigste in Kürze
Der Acht-Stunden-Tag könnte fallen: Die Bundesregierung plant stattdessen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.
Gewerkschaften warnen vor mehr Druck und Willkür für Beschäftigte, besonders für Frauen und Fachkräfte in Mangelberufen.
Warum der DGB die Reform strikt ablehnt, erklärt Vorsitzende Yasmin Fahimi im Video.
Der traditionelle Arbeitstag mit acht Stunden steht auf der Kippe – die Bundesregierung will stattdessen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit festlegen. Und die soll von Arbeitgeber:innen nach Belieben flexibel aufgeteilt werden.
Doch hinter diesem Konzept stecken laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund große Gefahren. "Es ist im Moment ein Dauerfeuer auf die Gestaltung humaner Arbeitszeiten und das lehnen wir natürlich strikt ab", sagte dessen Vorsitzende Yasmin Fahimi im :newstime-Interview.
Durch das aktuelle Arbeitszeitgesetz gebe es bereits "eine Menge Flexibilitäten". "Wer mehr Vereinbarkeit schaffen will, der setzt die Beschäftigten nicht der immer größeren Willkür der Arbeitgeber aus", kritisierte sie.
Warum ein Ende des Acht-Stunden-Tages besonders Bereiche mit hohem Fachkräftemangel und Frauen schwer treffen könnte, erklärt Fahimi oben im Video!
Was die Regierung plant
Die aktuelle Debatte über neue Arbeitszeitregeln wird zwischen Bundesregierung, Arbeitgeber:innen und Gewerkschaften geführt, wobei es um grundlegende Änderungen des Arbeitszeitgesetzes geht.
Derzeit gilt in Deutschland:
Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten.
In Ausnahmefällen sind bis zu zehn Stunden pro Tag erlaubt, wenn innerhalb von sechs Monaten der Acht-Stunden-Schnitt nicht überschritten wird.
Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) plant eine Reform des Arbeitszeitgesetzes mit folgenden Punkten:
Anstelle der täglichen Begrenzung soll ein wöchentliches Limit eingeführt werden.
Dies soll im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie geschehen.
Laut Koalitionsvertrag von Union und SPD wünschen sich "Unternehmen und Beschäftigte mehr Flexibilität".
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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