In Fortpflanzungsgebiet

Hunderte tote Wale in Argentinien: Was steckt hinter dem Massensterben der Jungtiere?

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Nach Timmy: Nächstes Wal-Drama in der Ostsee (14. August)

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


Hunderte junge Glattwale sind tot an der Südküste Argentiniens angeschwemmt worden. Was Forscher:innen über die Ursache des Massensterbens herausgefunden haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Süden Argentiniens starben laut einem "Tagesschau"-Bericht massenhaft junge Wale.

  • Forscher:innen vermuten demzufolge eine natürliche Ursache, genauer gesagt eine bakterielle Infektion.

  • Trotz der massenhaften Todesfälle sei die Walpopulation allerdings nicht gefährdet.

Sandige Dünen, weiße Möwen auf grauem Kiesstrand und dazwischen: Hunderte tote Walkälber. Diese albtraumhafte Szenerie war in der südargentinischen Provinz Chubut einem Bericht der "Tagesschau" zufolge Realität. Doch was hat es mit dem Massensterben der jungen Glattwale auf sich?

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Sterblichkeit diese Saison besonders hoch

Er könne den Einfluss menschlicher Aktivitäten "nicht gänzlich ausschließen", so der Meeresbiologe Mariano Coscarella laut "Tagesschau" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP. Dennoch scheine eine "natürliche Ursache" hinter dem Tod der zahlreich verendeten Wale zu liegen – genauer gesagt, eine sogenannte Wundrose (Erysipel).

Diese Form einer bakteriellen Infektion könne bei den Tieren Schmerzen und Fieber hervorrufen. Coscarella erklärt einem "Spiegel"-Bericht zufolge außerdem, dass die Sterblichkeitsrate der Meeressäuger in dieser Saison besonders hoch sei. Zudem rechne man mit einem weiter anhaltenden Walsterben.

Den Informationen nach ist es bereits das zweite Mal innerhalb der letzten Monate, dass tote Walkälber an die argentinische Atlantikküste gespült werden. Nach ersten Fällen im Juni seien die Forscher:innen laut "Tagesschau" bereits alarmiert gewesen. Generell sei die Walpopulation im Vergleich zum vergangenen Jahr um mehrere hundert Tiere geschrumpft.


Was steckt hinter dem Walsterben?

Derzeit arbeitet die Regierung nach Angaben des "Spiegel" zusammen mit Wissenschaftler:innen an der Ursache für das anhaltende Walsterben. Ersten Vermutungen zufolge könne ein "Meeresbakterium" hinter dem grausamen Bild am Strand von Chubut stecken.

Argentiniens Südküste ist der "Tagesschau" zufolge ein beliebtes Fortpflanzungsgebiet für die Tiere. Generell gefährdet sei die Population allerdings nicht. Zudem setzt sich das Land gemeinsam mit Brasilien und Uruguay aktiv für den Schutz von Walen ein. Seit bereits über 15 Jahren fordern die Staaten die Schaffung eines Schutzgebietes für die Tiere im Südatlantik. Bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) war das Vorhaben allerdings bislang gescheitert.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Tagesschau: "Hunderte Jungwale in Argentinien verendet"

Spiegel: "Hunderte tote Walkälber an Argentiniens Küste entdeckt"

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