Hochburg in Hessen
Gottesanbeterin erobert immer mehr Regionen in Deutschland – so gefährlich ist sie wirklich
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Groß wie eine Katze: Neues Rieseninsekt entdeckt (2. August)
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Grüne Greifarme, starrer Blick, imposante Statur: Die Gottesanbeterin ist in Hessen auf dem Vormarsch. Was du tun solltest, wenn du dem Insekt begegnest.
Das Wichtigste in Kürze
Die Gottesanbeterin breitet sich in Hessen so stark aus wie nie zuvor.
Der Klimawandel verschafft der exotischen Fangschrecke offenbar einen echten Heimvorteil.
Doch wie gefährlich ist das auffällige Insekt eigentlich für den Menschen?
Ein Insekt mit dem Auftreten eines Miniatur-Raubtiers verändert derzeit die Fauna Hessens: die Gottesanbeterin. Was noch vor wenigen Jahren als seltener Glücksfund für Naturfotograf:innen galt, ist laut "T-Online" inzwischen ein Massenphänomen.
Allein seit Mitte August seien beim Meldeportal "naturgucker" des Naturschutzbundes (Nabu) zahlreiche Sichtungen aus Frankfurt und der Umgebung eingegangen – ein Muster, das sich mittlerweile über ganz Hessen ziehe.
Auch in den News:
Mehrere Hochburgen in Hessen
Verantwortlich dafür ist vor allem eine Ursache, wie Berthold Langenhorst vom Nabu Hessen gegenüber "T-Online" erklärte: der Klimawandel. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Art zähle zu den eindeutigen Profiteur:innen der Erwärmung und dürfte langfristig ganz Hessen besiedeln.
Schon jetzt sei die Mantis auf dem Weg entlang der Rheinschiene immer weiter nach Norden vorgedrungen. Ihre bisherigen Hochburgen lägen im Hessischen Ried, im Rhein-Main-Gebiet und im Rheingau, mit Meldeschwerpunkten rund um Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und die Bergstraße.
Ausbreitung im Bergland
Dass die Ausbreitung längst nicht an den warmen Niederungen endet, zeigt der Blick ins Bergland. "Die Fangschrecke ist mittlerweile auch schon im Bergland zu finden", sagte der Experte.
Laut Langenhorst taucht die Fangschrecke inzwischen regelmäßig im Taunus auf, etwa in Königstein, Glashütten und Schmitten, dazu kämen Funde im Odenwald und Westerwald.
So musst du vorgehen, wenn du eine Gottesanbeterin siehst
Trotz ihres imposanten Auftretens mit den charakteristischen Greifbeinen bestehe für Menschen keinerlei Gefahr, betonte Langenhorst. Verirre sich eine Gottesanbeterin einmal in die Wohnung, lasse sie sich einfach vorsichtig einsammeln und wieder nach draußen setzen.
Wer selbst ein Exemplar entdeckt, kann es fotografieren und über die Nabu-Plattform "naturgucker" melden – so lasse sich die weitere Ausbreitung der Art wissenschaftlich dokumentieren. Ob dem außergewöhnlichen Mantis-Jahr 2026 ein ähnlich starkes Folgejahr beschert ist, entscheide sich erst im kommenden Frühjahr: Die erwachsenen Tiere sterben nach der Eiablage im Spätsommer oder Herbst, lediglich die Eier überwintern – und das umso erfolgreicher, je milder und frostärmer die kalte Jahreszeit ausfällt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
T-Online: "Klimawandel: Gottesanbeterin breitet sich rasant aus"
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