Rückrufe
Sturzgefahr: Diese E-Bikes und Fahrräder werden zurückgerufen
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Das sind die neuen Trends der Eurobike-Messe
Videoclip • 01:50 Min • Ab 12
Bei mehreren E-Bikes und Fahrrädern drohen defekte Gabeln, Rahmenbrüche oder Schäden am Sitzrohr. Betroffene Räder sollten nicht weiter genutzt und schnell beim Händler geprüft werden.
Das Wichtigste in Kürze
Hercules ruft mehrere Rob-Fold-SL-E-Bikes zurück, weil die Carbon-Gabel versagen und die Lenkung unsicher werden kann.
Orbea warnt bei bestimmten Optima-E-Bikes vor möglichen Rahmenbrüchen, Norco beim Fluid Gen3 vor einem möglichen Defekt am Sitzrohr.
Besitzer:innen sollten Modell-, Batch- oder Rahmennummer prüfen, das Fahrrad bis zur Klärung nicht nutzen und den Händler kontaktieren.
Wer eines der aktuell zurückgerufenen E-Bikes oder Fahrräder besitzt, sollte es vorerst stehen lassen. Die Stiftung Warentest weist auf mehrere neue Sicherheitswarnungen hin. Betroffen sind unter anderem Modelle von Hercules, Orbea und Norco. Je nach Hersteller drohen Probleme an Gabel, Rahmen oder Sitzrohr – mit erheblicher Sturz- und Verletzungsgefahr.
Besonders dringlich ist der Rückruf bei mehreren E-Bikes der Reihe Hercules Rob Fold SL. Laut Rückrufmeldung kann die Carbon-Gabel der Modelle Rob Fold SL IQ, 10, 9, F5 und R5 versagen. Dadurch lasse sich das Fahrrad möglicherweise nicht mehr sicher lenken. Hercules fordert Besitzer:innen auf, die Räder nicht weiterzufahren und zu einem Vertragshändler zu bringen. Dort soll das E-Bike gegen ein gleichwertiges Modell mit Aluminium-Gabel oder ein anderes Hercules-E-Bike getauscht werden können. Auch eine Kaufpreiserstattung ist laut Anbieter möglich.
E-Bike-Rückrufe: Rahmen und Sitzrohr können brechen
Auch der spanische Hersteller Orbea ruft verschiedene Optima-E-Bikes aus den Modelljahren 2019 und 2020 zurück. Bei den Modellen Optima Asphalt, Optima Bosch und Optima Comfort kann eine Schwachstelle an einer Schweißnaht im schlimmsten Fall zu einem Rahmenbruch führen. Betroffen sind nur bestimmte Modellvarianten mit der eingeprägten Batch-Nummer 19A im unteren Bereich des Sitzrohrs. Besitzer:innen sollen die Nutzung zunächst einstellen und sich an einen Orbea-Händler oder den Kundendienst wenden.
Beim Mountainbike Norco Fluid Gen3 aus dem Modelljahr 2027 besteht laut Stiftung Warentest ein mögliches Problem am Sitzrohr. Dieses könne "unter bestimmten Bedingungen versagen". Betroffen sind die Modelle Fluid A1 in Blau, Fluid A2 in Silber sowie Fluid A3 in Grün und Schwarz. Norco bittet Kund:innen, das Fahrrad sofort nicht mehr zu benutzen und den Händler oder den Kundenservice zu kontaktieren.
Auch in den News:
Auch Gabeln und Kurbelarme betroffen
Auch der Hersteller Ritchey ruft mehrere Carbongabeln und Rahmensets zurück. Wenn Zubehör wie ein Front-Gepäckträger an der Gabelkrone montiert wird, könne sich ein Gewindeeinsatz lösen und auf den Vorderreifen fallen. Betroffene Zubehörteile sollten sofort entfernt werden.
Bereits seit Mai läuft zudem ein Rückruf für mehrere Cube-Hybrid-E-Bikes mit Acid Carbon Hybrid Kurbelarmen. Dort kann laut Hersteller ein Gewindeeinsatz aus der Pedalaufnahme brechen. Cube fordert Besitzer:innen betroffener Modelle auf, das E-Bike bis zum Austausch der Kurbelarme nicht weiter zu nutzen. Ob ein Rad betroffen ist, lässt sich über die Rahmennummer auf der Cube-Rückrufseite prüfen.
Verwendete Quellen:
Stiftung Warentest: "Sturzgefahr bei E-Bikes von Hercules und Orbea"
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