Heißluftfritteusen
Stiftung Warentest: Nicht jeder Airfryer macht gute Pommes
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Nussnougatcreme im Test
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Heißluftfritteusen sollen knusprig, schnell und sparsam kochen. Im Test überzeugen aber nur 18 von 42 Geräten – gute Modelle gibt es dennoch schon für unter 100 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest prüfte 42 Airfryer, nur 18 überzeugten insgesamt; bei 17 Geräten gelangen Pommes sehr gut oder gut.
Gute Heißluftfritteusen gibt es laut Test bereits für unter 100 Euro, teure Geräte sind nicht automatisch besser.
Geräte mit zwei Garräumen bieten mehr Flexibilität, beim Stromverbrauch gibt es zwischen den Modellen große Unterschiede.
Heißluftfritteusen gehören zu den beliebtesten Küchengeräten. Sie sollen Pommes, Gemüse oder Hähnchen mit wenig Fett knusprig zubereiten und dabei weniger Strom verbrauchen als ein großer Backofen. Doch der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt: Nicht alle Airfryer halten dieses Versprechen.
Von 42 getesteten Geräten konnten nur 18 überzeugen. Besonders wichtig war die Pommes-Probe. 17 Modelle bereiteten Pommes "sehr gut" oder "gut" zu. Bei anderen Geräten wurden die Fritten laut Stiftung Warentest zu dunkel, ungleichmäßig oder teilweise angebrannt. Auch Brötchen und Kuchen gelangen nicht mit jedem Modell gleich gut.
Diese Geräte sind Testsieger und Preistipps
Als bestes Modell mit einem Garraum nennt die Stiftung Warentest die Philips 5000 Series Steam NA547/07. Sie bereitet Lebensmittel insgesamt am besten zu, bei kleinen Pommes-Portionen gelingt ihr als einzigem getesteten Gerät ein "sehr gutes" Ergebnis. Der Airfryer bietet 7,2 Liter Fassungsvermögen, zehn Automatikprogramme und zusätzlich eine Dampffunktion. Auch Sichtfenster, spülmaschinengeeigneter Korb und ein PFAS-freier Innenbehälter wurden positiv bewertet.
Bei Geräten mit zwei Garräumen liegt die Cosori Turbo Tower Pro Smart CAF-DC123S-DDER vorn. Ihre beiden Körbe fassen zusammen 10,8 Liter, sie eignet sich damit besonders für größere Mengen. Laut Stiftung Warentest können damit rund drei Kilogramm Pommes auf einmal zubereitet werden. Günstiger sind die Preistipps Bosch Serie 4 MAF462B1 für rund 90 Euro und die Medion P20 XXL Twin MD11760 mit zwei Garräumen für etwa 80 Euro. Beide arbeiten vergleichsweise sparsam, zeigen bei Pommes oder Gemüse aber teils Schwächen.
Gute Airfryer müssen nicht teuer sein
Wer vor allem knusprige Pommes möchte, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Laut Stiftung Warentest gibt es gute Heißluftfritteusen bereits für unter 100 Euro. Manche Geräte kosten dagegen etwa das Dreifache, ohne bei der Zubereitung zwingend besser zu sein.
Im wichtigsten Prüfpunkt – der Zubereitung von Lebensmitteln – reichten die Bewertungen von "gut" bis "ausreichend". Große Unterschiede gab es auch bei der Gleichmäßigkeit: Einige Geräte bräunen Speisen zuverlässig, andere lassen Teile der Portion blass oder rösten sie zu stark.
Ein oder zwei Garräume?
Die Stiftung Warentest prüfte sowohl kompakte Airfryer mit einem Garraum als auch größere Geräte mit zwei getrennten Kammern. Modelle mit einem Garraum fassen im Schnitt etwa 7,2 Liter. Doppel-Heißluftfritteusen kommen durchschnittlich auf 9,4 Liter.
Zwei Garräume haben einen praktischen Vorteil: In einer Kammer können Pommes laufen, während in der anderen Hähnchenteile oder Gemüse mit einer anderen Temperatur und Garzeit zubereitet werden. Bei Geräten mit nur einem Garraum gilt dagegen eine einheitliche Einstellung für das gesamte Fach. Sie sind meist kleiner, leichter und häufig günstiger.
Große Portionen gelingen nicht immer
Ein großes Fassungsvermögen bedeutet nicht automatisch, dass auch große Mengen Pommes gleichmäßig gelingen. Hersteller geben zwar oft Höchstmengen an, doch diese sind laut Stiftung Warentest teils sehr unterschiedlich und mitunter gering.
Für den Test berechneten die Prüfer:innen je nach Volumen des Behälters kleine und große Portionen. Dabei zeigte sich: Ob mit Schublade, Glasschale oder Drehkorb – entscheidend bleibt, wie gut heiße Luft im Gerät zirkulieren kann. Große Mengen können die Luftströmung bremsen und zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen.
Auch in den News:
Stromkosten unterscheiden sich deutlich
Airfryer gelten als sparsame Alternative zum Backofen. Die Stiftung Warentest hat die jährlichen Stromkosten auf Basis eines realistischen Nutzungsszenarios berechnet. Das Ergebnis: Das stromhungrigste getestete Gerät verursachte laut Modellrechnung mehr als doppelt so hohe Stromkosten wie das sparsamste Modell.
Eine Heißluftfritteuse arbeitet nicht mit heißem Öl wie eine klassische Fritteuse. Stattdessen erhitzen Heizspulen den Garraum, während Ventilatoren die heiße Luft verwirbeln. Dadurch können Lebensmittel braun und knusprig werden – vorausgesetzt, das Gerät verteilt die Hitze gleichmäßig. Wer regelmäßig kleinere Portionen zubereitet, kann mit einem guten Airfryer daher Zeit und Energie sparen.
Verwendete Quellen:
Stiftung Warentest
Produkte im Test: "Heißluftfritteusen im Test 2026: Philips und Cosori Testsieger bei Stiftung Warentest"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Vor Heimspiel gegen 1. FC Köln
FC Bayern: An diesem Tag findet die Jahreshauptversammlung statt

Unfall in Niederbayern
Lkw und Pkw kollidieren bei Röhrnbach: War es Absicht?

Unternehmer
Ex-Trigema-Boss-Grupp zu Linken-Plan: "Enteignen kann nicht sein"

Charles Spencer
Dianas Bruder veröffentlicht Buch – und rechnet mit König Charles ab

Landkreis Esslingen
Toter im Fluss - Polizei spricht von medizinischem Notfall

Notfälle
Lkw stürzt bei Altenstadt kopfüber Böschung hinab - Fahrer tot




