Messerangriff in Parsberg
Tödlicher Streit auf kurdischem Kulturfest: Prozessbeginn in Nürnberg
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von Chiara DamnitzDas Motiv für den tödlichen Messerangriff soll laut Staatsanwaltschaft Rache gewesen sein. (Archivbild)
Bild: Armin Weigel/dpa
Ein kurdisches Kulturfest endet mit einer Bluttat. Ein Syrer ersticht dort nach einem Streit seinen Cousin. Was sind die Hintergründe?
Rache als mögliches Motiv
Der Prozess um einen tödlichen Messerangriff auf einem Fest in der Oberpfalz beginnt am Freitag (9.00 Uhr) vor dem Landgericht in Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.
Der 43-jährige Syrer soll am 23. März 2025 auf einem kurdischen Kulturfest mit rund 1.000 Menschen in Parsberg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) seinen Cousin nach einem Streit erstochen haben. Das Motiv war nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Rache. Der Angeklagte soll demnach seinen Cousin für den gewaltsamen Tod seiner Schwester vor 20 Jahren verantwortlich gemacht haben.
Urteil Ende Februar erwartet
Für den ersten Prozesstag sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin bereits mehrere Polizeibeamte als Zeugen geladen. Die Kammer hat für das Verfahren zunächst zwölf weitere Verhandlungstermine angesetzt. Ende Februar könnte diese ein Urteil verkünden.
Ebenfalls am 23. März hatte eine weitere Gewalttat für Aufsehen gesorgt. Auf einer Hochzeitsfeier im mittelfränkischen Fürth soll damals ein Franzose mehrmals auf einen 47-Jährigen geschossen haben. Dieser starb später im Krankenhaus. Das Motiv war der Staatsanwaltschaft zufolge ein Streit um Geld für den Unterhalt von Kindern. Der Mordprozess soll am 21. Januar beginnen.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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