Flüge für Freitag gestrichen
Streik am Münchner Flughafen: Lufthansa will "verantwortungslosen" Streik kontern
Veröffentlicht:
von Magdalena FürstFlugbegleiter der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation UFO haben sich bei einem Streik zu einer Kundgebung vor dem Terminal am Münchner Flughafen versammelt.
Bild: Matthias Balk/dpa
Zum Ende der Osterfreien will erneut ein Teil des Lufthansa-Personals streiken. Erste Flüge für Freitag sind bereits gestrichen. Die Airline will aber so viele Flüge wie möglich in die Luft bringen.
Lufthansa will Streik entgegenwirken
Die Lufthansa will mit zahlreichen Maßnahmen dem für Freitag geplanten Flugbegleiter-Streik entgegenwirken. Der Konzern kündigte zusätzliche Flüge seiner deutschen und internationalen Airlines an. Auch sollen auf einigen Strecken größere Flugzeuge eingesetzt werden. Ein Sonderflugplan ist laut Unternehmen bereits veröffentlicht.
Der Streikaufruf der Gewerkschaft UFO treffe die Gäste im Rückreiseverkehr nach Ostern besonders hart, kritisierte Personal-Vorstand Michael Niggemann. Zudem sollten mit Lufthansa und Lufthansa Cityline gleich zwei Flugbetriebe gleichzeitig bestreikt werden. "Diese Eskalation ist verantwortungslos." Das Unternehmen müsse gerade mit geopolitischen Herausforderungen wie extremen Kerosinpreisentwicklungen umgehen.
Streiks an vielen deutschen Flughäfen
Zum Streik zwischen 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr aufgerufen hat die Kabinengewerkschaft Ufo. Bestreikt würden sämtliche Abflüge der Lufthansa in Frankfurt und München, sowie Starts der Regionaltochter Lufthansa Cityline von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Auf dem Frankfurter Flugplan sind für Freitag bereits erste Lufthansa-Flüge gestrichen.
Dem Streik ist eine Urabstimmung vorausgegangen, die hohe Zustimmung der Beschäftigten zu einem Arbeitskampf ergeben hat. In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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