Hitzewelle und Klimawandel in Bayern
Aufruf zum Wassersparen in Bayern: Trockenheit und niedrige Grundwasserbestände
Veröffentlicht:
von Magdalena Artner17:30 SAT.1 Bayern
Trockenheit in Bayern: Umweltminister ruft zum Wassersparen auf
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sieht zwar keinen unmittelbaren Grund zur Sorge, einen Appell an die Menschen hat er dennoch.
Aufruf zum Wassersparen
Vor der zweiten Hitzewelle des Sommers ruft Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) die Menschen in Bayern zum Wassersparen auf. Als Begründung nannte er die niedrigen Grundwasserbestände und die anhaltende Trockenheit. "Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen", sagte er. Inwiefern konkrete Wassersparmaßnahmen erforderlich würden, müssten die Behörden vor Ort anhand der jeweils konkreten Situation entscheiden.
Generell zeigten die Hitzeperioden und die wenigen Niederschläge in diesem Jahr, dass die Folgen des Klimawandels zunehmend auch in Bayern spürbar seien. "Die gute Nachricht: Die Wasserversorgung ist in Bayern aktuell gesichert. Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen. Das kann lokal und punktuell auch zu Einschränkungen von Nutzungen führen", betonte Glauber.
Brunnen abgeschaltet
Zuletzt hatte die Stadt München wegen des deutlichen höheren Trinkwasserverbrauchs "Notmaßnahmen" zum Wassersparen ergriffen. Zehn der 150 Zierbrunnen, die am meisten Wasser verbrauchen, wurden abgeschaltet. "Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein", sagte die Stadt. Weitere 56 Brunnen sollen weniger lang in Betrieb sein, um Wasser zu sparen.
Im Frühjahr ist nach Angaben der Stadt wegen historisch niedriger Niederschläge wenig Grundwasser neu gebildet worden, deshalb könne für die Versorgung weniger Wasser entnommen werden. Auch die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten laut den Stadtwerken München quasi nichts an der Situation geändert.
Bewässerungsverbot in Landau
Ein Bewässerungsverbot hatte jüngst die Stadt Landau an der Isar ausgerufen. Das Verbot umfasst die Bewässerung von Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Reitplätzen. Auch Pool-Befüllungen und privates Autowaschen sind bis auf weiteres nicht erlaubt. Mehrere andere bayerische Kommunen appellierten in den vergangenen Tagen an ebenfalls an ihre Bürger, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.
Weitere News:
Wetter in Bayern: Heiße Tage mit über 30 Grad und kühle Nächte
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
Alle Videos bei Joyn:
SAT.1 Bayern verpasst? Hier ansehen:
Mehr entdecken

Wetteraussichten
Wetter in Bayern: Es bleibt warm

Trendwende verstetigt
Grund zur Hoffnung? So entwickelt sich Bayerns Wohnungsbau

Verkehrsunfall in Unterfranken
Auto erfasst Fußgänger in Aschaffenburg: Mann in Lebensgefahr

Urlaub im Freistaat
Tourismus in Bayern: Mehr Gäste und Übernachtungen

Straßensperrung um Brandort
Schweinestall in Flammen: Über tausend Tiere auf Bauernhof tot

Tödlicher Auto-Anschlag
Anschlag auf Demonstration in München: Täter lebenslang in Haft

Europaweit gesucht
Cannabis im Millionenwert: Mutmaßlicher Drogenhändler bei Lindau gefasst

Feuer am Kranzbergkogel
Nach Waldbrand bei Schneizlreuth: Löscharbeiten gehen weiter

Wetteraussichten
Wetter in Bayern: Schwere Unwetter im Süden erwartet


