Lage der Schweinehalter angespannt
Schweinebestand in Bayern steigt: Landwirte unter Preisdruck
Veröffentlicht:
von Alice MajewskiIn Bayern gibt es mehr Schweine als vor einem Jahr. (Archivbild)
Bild: Marijan Murat/dpa
Die Zahl der Tiere im Freistaat ist um rund 100.000 gewachsen - die Lage der Schweinehalter ist allerdings angespannt.
Schweinebestand auf Höchststand seit 2021
In Bayern gibt es wieder mehr Schweine. Zum Stichtag 3. Mai waren es 2.545.700 Tiere, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Das waren 112.600 mehr als ein Jahr zuvor. Es ist zudem der höchste Wert seit 2021. Die Zahlen sind allerdings noch vorläufig und umfassen nur Betriebe ab 50 Schweinen oder mindestens 10 Zuchtsauen.
Der Zuwachs entfällt auf Ferkel, Jungschweine und Zuchtsauen, deren Zahlen um 33.200, 105.400 beziehungsweise 11.700 zunahmen. Dagegen gab es nur noch 1.150.300 Mastschweine - 37.500 weniger als vor einem Jahr.
Die Zahl der Betriebe stieg ebenfalls - um 20 auf 3.290 - dennoch erhöhte sich die durchschnittliche Betriebsgröße von 744 auf 775 Tiere pro Betrieb. Noch vor zehn Jahren waren es nur 624 Tiere. Damals gab es im Freistaat mit gut 3,3 Millionen deutlich mehr Schweine, mit rund 5.300 aber auch sehr viel mehr Betriebe als heute.
Preise unter Druck
Die Branche ist allerdings in Schwierigkeiten, weil die Erzeugerpreise für Schweinefleisch gesunken sind. Obwohl mit der Grillsaison sonst oft die Preise steigen, sind sie aus Sicht der Landwirte zu niedrig.
Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte jüngst: "Bei Schweinefleisch sind wir jetzt bei 1,50 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht." Vor nicht langer Zeit seien es "deutlich über 2 Euro" gewesen. Da lege nun jeder Schweinehalter letztendlich Geld drauf.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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