Oktoberfest
Oktoberfest 2026: So soll die Wiesn sicherer werden
Aktualisiert:
von Alice Majewski17:30 SAT.1 Bayern
Mehr Sicherheit auf der Wiesn: Neues Konzept gegen gefährliches Gedränge
Videoclip • 01:30 Min • Ab 12
Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Die Wiesn ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.
Innenminister Herrmann verspricht "bestmögliche Sicherheit"
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verspricht zum Start des Oktoberfests trotz abstrakter Gefahren "bestmögliche Sicherheit" für Besucher. "Aufgrund der großen Bedeutung und der internationalen Bekanntheit des Oktoberfests gehen wir von einer erhöhten abstrakten Gefährdungslage aus", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Uns liegen derzeit aber keine konkreten Erkenntnisse über Gefährdungen oder Störungen vor."
Nach Schockmomenten auf der überfüllten Wiesn im vergangenen Jahr hätten Polizei und Stadt das Sicherheitskonzept fürs Oktoberfest weiterentwickelt und "unter anderem beim Crowd Management deutlich nachgebessert".
Mit KI-gestützten Kameras gefährliche Ansammlungen erkennen
Nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats sollen 26 KI-gestützte Kameras rechtzeitig gefährliche Menschenansammlungen erkennen lassen, es gibt erstmals eine Koordinierungsstelle für die Kommunikation zwischen Sicherheitskräften und Stadt direkt auf dem Festgelände. Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller sagte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, das Sicherheitskonzept sei "generalüberholt".
"Die vielen Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt sollen sich bei uns sicher und wohlfühlen", sagte Herrmann. Etwa 600 Polizeibeamte sind wie jedes Jahr rund um das Fest im Einsatz. Dazu kommen bis zu 1.600 Ordner.
Neue Koordinierungsstelle für mehr Sicherheit
Darum werden "Crowdmanagement und Besucherlenkung" verbessert, wie Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) ankündigte. Dafür gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal eine Koordinierungsstelle, die vor allem die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen Sicherheitsbehörden und Stadt verbessern soll. Dafür macht das Wiesn-Fundbüro Platz und zieht in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums.
Mehr Sicherheit durch mehr Blasmusik
Wie die Stadt bereits mitgeteilt hat, soll bei dem Ziel, die Wiesn sicherer zu machen, auch die Blasmusik eine Rolle spielen. Um den Besuch der Wiesn auch unter der Woche für internationale Gäste attraktiver zu machen, soll die Musik in den Zelten eine Stunde früher beginnen dürfen.
Ziel ist "die Verlagerung der Besuchszeiten der internationalen Gäste auf die Wochentage", wie es in einer Änderung der Betriebsvorschriften für die Wiesn 2026 heißt. Damit soll verhindert werden, dass es vor allem an Wochenenden wieder zu Überfüllungen kommt. Es soll allerdings "keine aufheizende Musik" geben, wie Scharpf betonte. Die gibt es dann erst abends.
Im vergangenen Jahr war das Fest womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Am zweiten Wiesn-Samstag, dem sogenannten Italiener-Samstag mit vielen Gästen aus dem Ausland, wurde es vor den Festzelten so voll, dass es für Tausende Besucher weder vor- noch zurückging. Durchsagen, das Festgelände werde aus Sicherheitsgründen geschlossen, nannten zunächst keinen Grund - was zusätzlich Angst unter den Festgästen schürte.
"Ozapft is" mit neuem OB
Das 191. Münchner Oktoberfest, das als größtes Volksfest der Welt gilt, startet in diesem Jahr am 19. September. Für das berühmte "Ozapft is" ist dann erstmals der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zuständig, der den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) an der Stadtspitze abgelöst hat.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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