Cold Case
Nach "Aktenzeichen XY": Zahlreiche Hinweise zu Mädchenmorden
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von Laura GebertshammerDie Kripo Kempten hat nach der Fernsehfahndung zahlreiche Hinweise zum Mordfall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 erhalten. (Archivbild)
Bild: -/Polizeipräsidium Schwaben Süd/West/dpa
Nach der ZDF-Fahndungssendung gingen bei der Polizei etliche Hinweise zu zwei Mädchenmorden in Nord- und Südbayern ein. Was die Ermittler jetzt zu den neuen Spuren sagen.
Hinweise zu Jahrzehnte zurückliegenden Morden
Nach der bundesweiten Fahndung in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" haben die bayerischen Ermittler viele Hinweise zu Jahrzehnte zurückliegenden Morden an zwei Mädchen bekommen. "Die Telefone sind tatsächlich heiß gelaufen", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten, Johannes Stoll.
Die Kemptener Kripo ermittelt zu dem Mord an der 13-jährigen Sonja Hurler, die in der Nacht zum 5. Juli 1981 in Kempten umgebracht wurde. Mittlerweile hat die Polizei an den Asservaten eine DNA-Spur gesichert, die auch bei einem ähnlichen Verbrechen in Mittelfranken entdeckt wurde. Dort wurde die 12-jährige Marion Baier in der Nacht auf den 2. Juli 1973 nach dem Besuch eines Festes in Zirndorf getötet. Beide Mädchen wurden insofern vermutlich Opfer desselben Sexualstraftäters.
Schwerpunktmäßig wurde in der TV-Sendung das Verbrechen an Hurler geschildert, dabei aber die Verbindung zu dem Fall Baier erläutert. Nach der Entdeckung der ermordeten Zwölfjährigen wurde am Tatort Oberasbach auch ein auffälliger silberner Christopherus-Kettenanhänger entdeckt. Die Polizei vermutet, dass das Mädchen im Kampf das Medaillon dem Täter abgerissen haben könnte. Auch zu dem Schmuckstück gab es Zuschauerhinweise.
Allein die Kripo in Kempten habe durch die Sendung mehr als 30 Anrufe erhalten, sagte der Polizeisprecher. Zahlreiche weitere Hinweise seien direkt bei den Beamten im Fernsehstudio eingegangen. Das ZDF hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass während und nach der Sendung "die mit Abstand meisten Anrufe" zu dem mit einem Filmbeitrag vorgestellten Fall Sonja Hurler eingegangen seien.
"Es sind vielversprechende Informationen dabei", meinte Stoll. Es seien Hinweise zu beiden Mordfällen eingegangen. Diese würden nun von der Kripo geprüft. Details nannte der Polizeisprecher nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Die Kemptener Polizei hatte bereits eine genetische Reihenuntersuchung bei rund 300 Männern durchgeführt, die 1981 in der Nähe des Tatorts lebten. Dabei gab es aber keinen DNA-Treffer. Unmittelbar vor dem Mord soll eine Gruppe Jugendlicher Sonja Hurler nachts durch einen Kemptener Ortsteil getrieben haben. Mehrere Zeugen hatten entsprechende Beobachtungen gemacht.
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