Schwimmausbildung in Bayern
Aus für Seepferdchen-Förderung: Bayern beendet Programm
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von Magdalena FürstSeepferdchen-Schwimmabzeichen liegen in einer Box.
Bild: Peter Kneffel/dpa
Die Idee klang gut: Per Gutscheine sollten Bayerns Kinder und ihre Eltern für Schwimmkurse begeistert werden. Doch in der Praxis zeigte sich viel Desinteresse. Das hat nun Folgen.
Staatsregierung stampft Schwimmförderprogramm ein
Nach nur fünf Jahren stampft die bayerische Staatsregierung ihr mäßig erfolgreiches Schwimmförderprogramm zum Ende des laufenden Kindergartenjahres wieder ein. "Die Gutscheine des laufenden Aktionsjahres 2025/2026 bleiben unverändert gültig und können für alle Kurse angenommen werden, bei denen mindestens eine Unterrichtseinheit im Zeitraum zwischen dem 1. August 2025 und dem 31. August 2026 stattfindet", teilte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Förderprogramm für Vorschulkinder und Erstklässler
Das Förderprogramm "Mach mit – Tauch auf!" gibt es seit dem Kindergartenjahr 2021/2022 und hat zum Ziel, Kinder und Familien mit 50-Euro-Gutscheinen für den Erwerb des Seepferdchens zu motivieren. Es wurde damals auch als Folge der Corona-Pandemie ins Leben gerufen. Die zunächst befristete Aktion wurde später verstetigt. Alle Vorschulkinder und Erstklässler erhielten seither einen Gutschein für einen Schwimmkurs, der zum Erwerb des "Seepferdchens" führt.
Nur jeder siebte Gutschein wurde eingelöst
Von den rund 837.000 seither landesweit zur Verfügung gestellten Gutscheinen wurden laut Innenministerium bis Anfang April aber gerade einmal 127.000 eingelöst – das sind gerade einmal 15,17 Prozent. Demgegenüber stehen Gesamtausgaben von 6,67 Millionen Euro. Das Geld wurde für die Gutscheine, die Entwicklung einer App, spezielle Flyer und die Aufwandspauschalen für Kursanbieter fällig.
Kritik von den Grünen
"Die Staatsregierung beendet ein teures Bürokratiemonster, das sein Ziel klar verfehlt hat. Trotz Millionenaufwand können immer weniger Kinder in Bayern sicher schwimmen", sagte Max Deisenhofer, Sprecher für Sport der Landtags-Grünen. Statt Marketingaktionen brauche es mehr intakte Schwimmbäder und verlässlichen Schwimmunterricht an Schulen, wie ihn der Lehrplan eigentlich vorsehe. In Bayern sind viele Schwimmbäder dringend sanierungsbedürftig - vielen Kommunen fehlt aber das Geld.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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