Wirtschaft in Bayern
Belastung für Baufirmen: Hohe Einkaufspreise und sinkende Aufträge
Veröffentlicht:
von Magdalena Artner17:30 SAT.1 Bayern
Baugewerbe in der Krise: Firmen fürchten Umsatzrückgang
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Die Branche beklagt hohe Einkaufspreise für Diesel- und Baustoffpreise. Auch sinkende Auftragsbestände belasten die Unternehmen. Wo es bei den bayerischen Baubetrieben positive Entwicklungen gibt.
Gestiegene Dieselpreise belasten Bauunternehmen
Die Folgen des Iran-Kriegs haben die erhoffte Erholung in der bayerischen Baubranche zunichtegemacht. "Die gestiegenen Dieselpreise belasten die Bauunternehmen unmittelbar", sagte Georg Gerhäuser, der Präsident des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen.
"Auch die Preise erdölbasierter oder energieintensiver Baustoffe steigen", so der Verbandschef. Das würde sich deutlich in den Einkaufspreisen niederschlagen. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz "kommt offenbar so gut wie gar nicht in der Praxis an", sagte er. Nach einer Umfrage des Verbands unter seinen Mitgliedsunternehmen beurteilen nur 13,3 Prozent der Unternehmen ihre gegenwärtige Situation positiv. Im Vorjahr waren es 15 Prozent.
Fehlende Aufträge bremsen Bautätigkeit
Wie schon im Vorjahr bremsen vor allem fehlende Aufträge und der Arbeitskräftemangel die Bautätigkeit aus. Auch die Preissteigerungen und erste Lieferschwierigkeiten von Baumaterial verlangsamen Gerhäuser zufolge die Bauabläufe.
Insgesamt 96,4 Prozent der Unternehmen beklagen in der Umfrage die gestiegenen Einkaufskosten. 2025 hatten dies nur 42,5 Prozent der Unternehmen angegeben. Rund die Hälfte aller Unternehmen würde für das laufende Jahr mit sinkenden Umsätzen rechnen.
Öffentlicher Hochbau als Sorgenkind
Das "Sorgenkind" bleibe nach Gerhäusers Worten der öffentliche Hochbau. Dort beklagen 72,5 Prozent der Unternehmen zu wenige Aufträge. Auch im Wohnungs-, Wirtschafts- und Straßenbau sähe es kaum besser aus. "Die Effekte des "Bau-Turbos" spüren 50,2 Prozent gar nicht", referierte Gerhäuser aus der Umfrage.
Ein positives Signal gibt es aber. Die Baufirmen wollen dennoch mehr Lehrlinge einstellen: "32,4 Prozent der Betriebe möchte die Zahl ihrer Lehrlinge erhöhen - das sind fast acht Prozent mehr als 2025", sagte Gerhäuser.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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