Rückschlag für die SPD
Zerstört dieser AfD-Mann den Mythos von der SPD-Hochburg Gelsenkirchen?
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von Emre BölükbasiDer Gelsenkirchener AfD-Spitzenkandidat Emmerich (Bild) hat es in die Stichwahl gegen die SPD-Spitzenkandidatin um das Oberbürgermeisteramt geschafft.
Bild: IMAGO/Funke Foto Services
Die SPD konnte ihren Abwärtstrend in NRW auch bei der Kommunalwahl nicht stoppen. Der Gelsenkirchener AfD-Spitzenkandidat hat es sogar in die Stichwahl geschafft. Seine Strategie verrät er im Interview.
Das Ruhrgebiet galt einst als ein sicherer Hafen für die SPD. Nach der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen kristallisiert sich aber ein anderes Bild heraus: Unter anderem in Gelsenkirchen hat es ein AfD-Politiker in die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt geschafft - gegen die SPD-Spitzenkandidatin. Norbert Emmerich kam auf 29,8 Prozent der Stimmen, Andrea Heinze hingegen auf 37 Prozent.
Im :newstime-Interview verrät der AfD-Spitzenkandidat Norbert Emmerich seine Strategie, in deren Zentrum unter anderem ein Thema steht: Sicherheit.
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Top-Thema der AfD: Innere Sicherheit
"Ein ganz, ganz wichtiges Thema ist die Sicherheit. Dass Eltern ihre Kinder zur Schule fahren müssen, weil sie schon auf dem Weg nach Hause oder zur Schule überfallen worden sind, denen das Handy geklaut wird oder verprügelt worden sind ...", schilderte Emmerich. "Was soll aus so jungen Menschen werden, wenn schon unter solch einer Bedrohungslage zur Schule gehen? Die haben den Kopf nicht frei, die können nicht mehr frei lernen, da kann doch nichts bei rauskommen."
Seine Lösung: Die Politik müsse "eingreifen". Es brauche etwa mehr Polizist:innen auf der Straße, "die für eine Präsenz sorgen und den Menschen zumindest mal das subjektive Gefühl wieder zurückgeben: 'Da ist einer, der kümmert sich drum!'." Potenzielle Messertäter:innen etwa sollten "genau sehen, da macht es gar keinen Sinn, das Messer rauszuholen".
Bild: BlueSilver/ProSieben
Müll-Problem in Gelsenkirchen
Ein weiterer Punkt, warum so viele Wähler:innen ihm sein Vertrauen geschenkt hätten: Sie fühlten sich "nicht mehr wohl" in Gelsenkirchen. Die Stadt sei zum Beispiel nicht mehr sauber, auf den Straßen läge Haus- oder Sperrmüll herum.
Emmerich weiß laut eigener Darstellung, wie auch dieses Problem behoben werden könne. "Den Müll an den Hotspots, dem kann man sicherlich mit einem Kamerasystem entgegenwirken." Zudem verspricht er härtere Strafen für diejenigen, die ihren Müll auf der Straße entsorgen würden.
"Ich weiß nicht, wie die CDU-Wähler ticken"
Ob Emmerich jetzt in der Stichwahl seine Kontrahentin aus den Reihen der SPD besiegen kann? "Das liegt ja an den Wählern, die jetzt keinen Kandidaten mehr haben", erklärte er. "Ich weiß nicht, wie die CDU-Wähler ticken, ob die sagen 'weiter so, reicht uns' oder 'wir wollen wirklich eine Veränderung'."
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