Konflikt mit USA droht zu eskalieren
Vier Menschen auf US-Boot von kubanischen Truppen erschossen
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerEin US-Schnellboot und kubanische Grenztruppen lieferten sich ein Gefecht mit tödlichen Folgen. (Archivbild)
Bild: picture alliance / dpa
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Bei einem Schusswechsel zwischen der kubanischen Küstenwache und einem Schnellboot wurden vier Menschen getötet und sechs verletzt. Der Vorfall ereignete sich inmitten der angespannten Beziehungen zwischen den USA und Kuba.
Das Wichtigste in Kürze
Vier Tote und sechs Verletzte bei einem Schusswechsel zwischen der kubanischen Küstenwache und einem US-registrierten Schnellboot.
Der Vorfall ereignete sich inmitten einer Wirtschaftskrise in Kuba, verursacht durch eine Ölblockade der USA.
Drastische Energiesparmaßnahmen wurden in Kuba eingeführt, doch die US-Beschränkungen für Ölexporte wurden teilweise gelockert.
Die kubanische Küstenwache hat am Mittwoch (25. Februar) bei einem Schusswechsel mit Insassen eines Schnellboots vier Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Das Boot, das laut Angaben des Innenministeriums in Havanna im US-Bundesstaat Florida registriert ist, wurde eine Seemeile vor der Küste der Provinz Villa Clara entdeckt.
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Schnellboot feuert auf Küstenwache
Als die Küstenwache versuchte, sich dem Schnellboot zu nähern, wurden von dort Schüsse abgefeuert. Dabei wurde der Kommandant des kubanischen Schiffs verletzt. In dem darauffolgenden Schusswechsel kamen vier Menschen auf dem Schnellboot ums Leben, sechs weitere erlitten Verletzungen. Die Verletzten wurden gerettet und medizinisch versorgt.
Das kubanische Innenministerium bezeichnete das Schnellboot als "illegal". Über die Identität der Insassen und die Gründe für die Fahrt machte es keine Angaben.
Angespannte Beziehungen zwischen Kuba und den USA
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen zwischen den USA und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Januar nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte die Öllieferungen Venezuelas an Kuba gestoppt. Staaten, die weiterhin Erdöl an Kuba liefern, drohte Trump mit zusätzlichen Zöllen.
Die Blockade hat die Wirtschaftskrise in Kuba erheblich verschärft. Die kommunistische Regierung sah sich gezwungen, drastische Sparmaßnahmen einzuführen: Schulunterricht und öffentlicher Nahverkehr wurden eingeschränkt, Arbeitszeiten verkürzt. Am Mittwoch teilte das US-Finanzministerium jedoch mit, dass die Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba teilweise gelockert würden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur afp
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