Flächenbrand
USA verschärfen Iran-Krieg: Zwei massive Angriffswellen in 24 Stunden
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Trump stellt Iran neues Ultimatum (15. Juli)
Videoclip • 40 Sek • Ab 12
Die USA intensivieren ihre Angriffe gegen den Iran dramatisch und setzen eine Seeblockade mit Gewalt durch. Während Trump mit noch mehr Zerstörung droht, fangen US-Verbündete weitere Raketen ab.
Das Wichtigste in Kürze
Massive US-Luftschläge haben den Konflikt am Persischen Golf dramatisch eskaliert.
Das US-Militär setzt eine Seeblockade gegen iranische Häfen inzwischen mit Waffengewalt durch.
Nachbarstaaten meldeten bereits den Abschuss erster Drohnen und Raketen im eigenen Luftraum.
Die Vereinigten Staaten haben ihre militärische Offensive gegen den Iran am Mittwoch (15. Juli) massiv intensiviert und damit eine neue Eskalationsstufe im Konflikt um die Straße von Hormus erreicht. Innerhalb von nur 24 Stunden startete das US-Militär gleich zwei großangelegte Angriffswellen und griff zudem einen Öltanker an, der nach amerikanischen Angaben die Seeblockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen versuchte.
Zahlreiche Ziele im Visier der USA
Die jüngste Angriffswelle begann um 21 Uhr deutscher Zeit und dauerte sechs Stunden an. Ziele waren Kommandozentren, Flugabwehrstellungen und weitere militärische Einrichtungen, wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom mitteilte. Washington begründete die Attacken damit, die Fähigkeit des Irans einschränken zu wollen, Handelsschiffe in der Meerenge zu bedrohen.
Iranische Quellen berichteten von Explosionen in mehreren Städten, darunter die Hafenstadt Tschabahar, Rask im äußersten Südosten sowie Bandar Abbas am Persischen Golf und Ahwas im Südwesten. Das US-Militär sprach von "zahlreichen Zielen", nannte konkret aber nur Bandar Abbas und die größere der beiden Tunb-Inseln.
Auch in den News:
Seeblockade wird mit Gewalt durchgesetzt
Besondere Brisanz erhält die Situation durch die Wiederaufnahme der amerikanischen Seeblockade, die das US-Militär seit Dienstag (14. Juli) wieder durchsetzt. Innerhalb der ersten 24 Stunden leiteten die Streitkräfte zwei Handelsschiffe um, die versucht hätten, die Blockade zu durchbrechen.
Am Mittwoch eskalierte die Lage weiter: Das US-Militär beschoss einen unbeladenen Öltanker, der unter der Flagge Curaçaos fuhr und einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Die Besatzung habe verschiedene Warnungen ignoriert, hieß es. Man habe den Schornstein des Schiffes mit Raketen beschossen und es manövrierunfähig gemacht.
Verbündete unter Beschuss
Die amerikanischen Angriffe blieben nicht ohne Antwort. In den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain heulten erneut die Sirenen. Die kuwaitische Armee teilte mit, die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden. In Bahrain wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.
Kuwait fing nach eigenen Angaben vier Marschflugkörper und 21 Drohnen ab, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Auch Jordanien meldete erneuten Beschuss: In den frühen Morgenstunden seien acht iranische Raketen abgefangen worden, die auf das Staatsgebiet gerichtet gewesen seien.
Trump zwischen Drohgebärden und Versöhnungsgesten
US-Präsident Donald Trump drohte erneut mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur im Iran, schlug dann aber überraschend versöhnliche Töne an. Er teilte mit, der Iran habe einer Ende 2024 inhaftierten US-Bürgerin erlaubt, das Land zu verlassen. "Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens seitens des Irans zu schätzen!", schrieb Trump auf Truth Social.
Alle :DECODED-Folgen:
UN warnt vor "katastrophalen Konsequenzen"
UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "zutiefst besorgt" von der anhaltenden militärischen Eskalation. Er rief alle Beteiligten auf, sofort zu deeskalieren und zu Dialog und Diplomatie zurückzukehren. Sollten die Kampfhandlungen wieder in vollem Umfang aufgenommen werden, drohten "katastrophale Konsequenzen", warnte er. Zudem bekräftigte Guterres, der freie Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus müsse sichergestellt werden.
Die jüngsten Entwicklungen stellen das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran auf eine harte Probe. Die Vereinbarung sollte eigentlich Raum für intensive Verhandlungen über ein Ende des Krieges schaffen – doch diese Gespräche stocken derzeit erheblich.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier neueste Folge ansehen
Mehr entdecken

Von Tschechien ausgeliefert
Neonazi Marla Svenja Liebich muss ins Männergefängnis – alle Tricks umsonst?

Hollywood-Star
Sam Neills Todesursache ist offiziell: Familie räumt mit Spekulationen auf

Wohnen im Freistaat
WG, Wohnung oder "Hotel Mama": So leben Bayerns Studierende

CSU-Fraktionschef Holetschek dagegen
Ministerpräsident Söder schaden? ÖDP fordert Amtszeitbegrenzung

Wetteraussicht
Wetter in Bayern: Gewittergefahr noch nicht vorbei

Bundesweit
Rückruf für Wurst von Fleischwaren Wulff: Es droht Nierenversagen!


