Streit in den USA

Schusswechsel beim Trump-Dinner: Hat das Sicherheitskonzept versagt?

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Schüsse bei Presse-Dinner mit Trump

Videoclip • 01:59 Min • Ab 12


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Ein schwer bewaffneter Mann durchbricht die Sicherheitsschleuse beim Korrespondentendinner mit dem US-Präsidenten – nun gibt es massive Zweifel am Sicherheitskonzept. Der Kongress schaltet sich ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein bewaffneter Mann durchbricht die Sicherheitsschleuse beim White House Correspondents' Dinner und gefährdet Präsident Trump sowie weitere Regierungsspitzen massiv.

  • Die Veranstaltung war deutlich untergesichert – angeblich ohne Ausweiskontrolle.

  • Der Vorfall löst heftige Debatten aus und der Kongress schaltet sich ein, um die gravierenden Sicherheitslücken aufzuklären.

Als ein 31-Jähriger am Samstagabend (25. April) mit Schrotflinte, Handfeuerwaffe und mehreren Messern durch die Sicherheitsschleuse des Secret Service stürmte, saßen im Ballsaal des Washington Hilton nicht nur Präsident Donald Trump und First Lady Melania, sondern auch Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere hochrangige Regierungsmitglieder. Dass der Angreifer überhaupt so weit vordringen konnte, löst nun heftige Diskussionen aus.

Nach Informationen der "Washington Post" stufte die Regierung das Event nicht mit jener Sicherheitsstufe ein, die bei vergleichbaren Zusammenkünften hochrangiger Amtsträger Standard ist – mit der Folge, dass nicht die vollen Ressourcen mobilisiert wurden. Der einflussreiche republikanische Senator Chuck Grassley hat bereits eine Anhörung angesetzt, bei der sich der Secret Service zum Sicherheitskonzept erklären muss.

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MAGA-Aktivistin kann laxe Sicherheitsvorkehrungen "kaum glauben"

Besonders brisant: Gäst:innen mussten laut manchen Teilnehmer:innen lediglich eine Einladung vorzeigen, um ins Gebäude zu gelangen – ein Ausweis sei nicht verlangt worden. Die Sicherheitsschleuse mit Metalldetektoren befand sich erst unmittelbar vor dem Ballsaal, nicht bereits am Hoteleingang. MAGA-Aktivistin Kari Lake kritisierte scharf: "Ich kann kaum glauben, wie lax die Sicherheitsvorkehrungen heute Abend beim White House Correspondents' Dinner waren". Es habe "praktisch keine Sicherheit" gegeben.

Der mutmaßliche Täter aus Kalifornien, der als Lehrer und Videospiel-Entwickler gearbeitet haben soll, hatte sich als Hotelgast eingecheckt. In einem Manifest soll er sich selbst über die lockeren Sicherheitsstandards gewundert haben. Das rund 1.000 Worte umfassende Schriftstück richtete sich gegen Regierungsvertreter – mit Ausnahme von FBI-Direktor Kash Patel. Unterzeichnet haben soll der Angreifer mit "Freundlicher Bundes-Attentäter".


Angreifer soll vor einem Bundesrichter erscheinen

Der geschäftsführende Justizminister Todd Blanche verteidigte hingegen die Vorkehrungen: Das Konzept habe funktioniert wie vorgesehen, der Angreifer sei kaum über die Sicherheitsschleuse hinausgekommen. Ein Beamter des Secret Service wurde von mindestens einer Kugel getroffen, seine Schutzweste rettete ihm das Leben.

Der Vorfall weckt düstere Erinnerungen: Vor 45 Jahren wurde im selben Hotel ein Attentat auf Präsident Ronald Reagan verübt. Auch Trump selbst war bereits mehrfach Ziel von Angriffen – im Sommer 2024 entging er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania nur knapp dem Tod.

Der mutmaßliche Angreifer soll am Montag (27. April) vor einem Haftrichter in Washington erscheinen. Ihm werden die Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat sowie tätlicher Angriff auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe vorgeworfen. Weitere Anklagepunkte dürften folgen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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