Nach US-Angriffen
Trump zu Irans Uran-Rettung: "Sie haben nichts weggebracht"
Veröffentlicht:
von dpaUS-Präsident Donald Trump glaubt nicht, dass der Iran sein Uran retten konnte.
Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Berichte über in Sicherheit gebrachtes Uran ließen an dem Erfolg des US-Angriffs auf den Iran zweifeln. US-Präsident Trump hält es aber für schwierig, so viel gefährliches Material in kürzester Zeit verschwinden zu lassen.
US-Präsident Donald Trump geht nach eigener Aussage nicht davon aus, dass der Iran vor den US-Angriffen auf seine Atomanlagen angereichertes Uran in Sicherheit gebracht hat. Medienberichte über möglicherweise verlagerte Uranmengen wies der Republikaner in einem Interview des Senders Fox News zurück. "Sie haben nichts weggebracht", sagte Trump.
Die USA hätten die Angriffe nicht angekündigt, daher habe es kaum Vorbereitungszeit gegeben. "Sie wussten nicht, dass wir kommen", sagte Trump. Es sei zudem äußerst schwierig, gefährlich und wegen des Gewichts auch logistisch aufwendig, angereichertes Uran zu verlagern.
Laut dem US-Präsidenten gab es Hinweise auf Aktivitäten an einer Anlage kurz vor dem Angriff – zwar nannte er den Standort Fordo nicht ausdrücklich, sprach aber von einer "sehr tief gelegenen" Einrichtung. Vor Ort seien Fahrzeuge und Bauarbeiter gesehen worden, die versucht hätten, Eingänge zu versiegeln. "Das waren Leute, die mit Beton gearbeitet haben. Sie wollten den Eingang abdichten, wo die Bombe wahrscheinlich einschlagen würde", sagte Trump. Es sei seiner Einschätzung nach jedoch kein Uran verlagert worden. Die US-Waffe habe die Versiegelung außerdem "durchschlagen wie Butter".
Führung in Teheran beharrt darauf, keine Atomwaffen bauen zu wollen
Der Iran besitzt einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge unter anderem mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem nahezu waffentauglichen Reinheitsgrad von 60 Prozent. Nach Angaben von Diplomaten könnten damit einige Atomwaffen hergestellt werden, sollte das Material auf 90 Prozent weiter angereichert werden. Die IAEA ist nach den Angriffen der USA und Israels im Iran daran interessiert, den Verbleib dieses Materials zu verifizieren. "Wir wissen nicht, wo sich dieses Material befinden könnte", sagte IAEA-Chef Rafael Grossi zuletzt dem Sender CBS News.
Die Führung in Teheran beharrt darauf, keine Atomwaffen bauen zu wollen, doch in vielen Ländern wuchs zuletzt die Sorge, dass sie immer näher an die Fähigkeit rückt, Kernwaffen herzustellen.
Mehr News und Videos

Trump hat letztes Wort
Senat der Vereinigten Staaten votet für mehr Iran-Krieg-Kontrolle

Gründer des Software-Riesen
Bill Gates verkauft Microsoft-Aktien: Milliardär investiert neu

"Stärke, Kraft und Sieg"
Trump schickt Syriens Übergangspräsident eigenes Parfum

"Mit Stolz amerikanisch"
Trump Mobile: US-Flagge auf dem Handy hat zu wenige Streifen

Weitere Sparrunde
Gravierende Folgen für Familien: Regierung will Elterngeld kürzen

Ende der Spekulationen
LIVE: Wer fährt zur WM? Nagelsmann stellt Deutschlands Kader vor

Viele Modelle betroffen
Takata-Airbags fehlerhaft: BMW ruft 1,5 Mio. Fahrzeuge zurück

Zwischen Italien und Österreich
Alpenpass wird wiedereröffnet - aber ist er noch zu retten?

Starke Nachfrage
Regio RE1 in Berlin und Brandenburg bekommt längere Züge

