CNN und "New York Times" berichteten

Streit um Iran-Berichte: Trump fordert Rauswurf von Journalisten

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von dpa

Der US-Präsident zeigt sich gewohnt angriffslustig. Jetzt hat er es auf Reporter des Nachrichtensenders CNN und der "New York Times" abgesehen. (Archivbild)

Bild: AP Photo/Mark Schiefelbein


Es ist ein Kampf um die Deutungshoheit in den USA entbrannt, wie heftig die Schäden durch den US-Schlag gegen den Iran sind. Präsident Trump geht Medien offen an.

US-Präsident Donald Trump fordert die Entlassung von Reporter:innen des Nachrichtensenders CNN und der "New York Times", weil sie über Geheimdiensterkenntnisse zum Schlag gegen den Iran berichtet haben. Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social: "Fake-News-Reporter von CNN & 'The New York Times' sollten gefeuert werden - sofort!!!" Er sprach von schlechten Menschen mit bösen Absichten.

Dass die Regierung eines demokratisch regierten Landes offen die Entlassung von Journalist:innen fordert, ist äußerst ungewöhnlich. In Deutschland kommt so etwas im politischen Alltag in der Regel nicht vor. Die Pressefreiheit ist hier verfassungsrechtlich geschützt.


NYT: Trump droht uns mit einer Klage

Die "New York Times" berichtete, dass Trump dem Haus mit einer Klage gedroht und eine Entschuldigung verlangt habe. Der Anwalt der Zeitung stellte klar: "Es wird keine Entschuldigung geben."

Trump warf den Medienhäusern in den vergangenen Tagen immer wieder Falschberichterstattung vor - mit teils heftiger Wortwahl. CNN und "New York Times" hatten über ein als "streng geheim" eingestuftes DIA-Gutachten berichtet, das Zweifel an der Darstellung Trumps zum Ausmaß der Zerstörung der iranischen Atomanlagen aufbrachte. Das Ausmaß der Zerstörung ist aktuell nicht geklärt.


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