Krieg gegen die Ukraine und in Nahost

Russland fährt Drohnen-Produktion hoch und exportiert auch in den Iran

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Putins Kriegsende-Aussage: Was will er?

Videoclip • 02:41 Min • Ab 12


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Satellitenbildern zufolge baut Russland eine riesige Fabrik für Shahed-Drohnen stark aus. Zugleich verstärkt Moskau seine Waffenexporte in den Iran.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die russische Alabuga-Fabrik ist stark erweitert worden.

  • Sie ist das wichtigste Drohnenproduktionszentrum des Landes.

  • Russland baut dort Drohnen für den Krieg gegen die Ukraine, exportiert aber aktuell auch in den Iran.

Russland hat sein wichtigstes Drohnen-Produktionszentrum stark vergrößert. Wie die "Frankfurter Rundschau" meldet, zeigen Satellitenbilder, dass die Sonderwirtschaftszone (SEZ) Alabuga im Jahr 2025 um 340 Hektar erweitert wurde. Sie liegt rund 966 Kilometer östlich von Moskau in der Region Tatarstan.

Auf den Aufnahmen seien neu errichtete Hangars zu sehen, die sich über den nördlichen Sektor ausbreiten. Im zentralen Komplex wurden zudem Produktionsanlagen und Wohnquartiere vergrößert. Unmittelbar südlich der SEZ wurde ein separates, 450 Hektar großes Baugelände eingerichtet, heißt es weiter. Dessen Zweck sei noch unbekannt. Jedoch werde eine Straße gebaut, um es mit der Zone zu verbinden.

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Russland lässt auch Teenager Drohnen bauen

Die Anlage war dem Bericht zufolge ursprünglich dazu gedacht, westliche Investitionen anzuziehen. Kurz nach der großangelegten Invasion in die Ukraine 2022 sei sie jedoch ein militärisches Produktionszentrum umgewandelt worden. Dort sollen auch Jugendliche arbeiten, die teils erst 15 Jahre alt sind. Im Juli 2023 startete Russland in der SEZ die inländische Produktion einer Variante der Kamikaze-Drohne, die Geran-2 genannt wird. Inzwischen werden 90 bis 95 Prozent der Drohnen in Russland gefertigt, größtenteils in der SEZ Alabuga.

Die Drohnenfabrik hat dem Bericht nach auch ihre Produktion von Langstrecken-Drohnen (UAVs) ausgebaut und fährt aktuell die Exporte in den Iran hoch. Oleksandr Syrskyj, der ranghöchste Befehlshaber der Ukraine, hatte im Januar gesagt, Russland plane, die Produktion dieser "Suizid-Drohnen", deren Herstellung zwischen 17.500 und 58.800 Euro kostet, auf bis zu 1.000 pro Tag zu verdoppeln.

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Verstärkte Drohnen-Exporte an den Iran

Wie die "New York Times" unter Berufung auf US-Beamte meldet, soll der Kreml während der aktuellen Waffenruhe im Iran-Krieg über das Kaspische Meer Drohnenkomponenten in den Iran verschifft haben, um Teherans militärische Fähigkeiten wiederaufzubauen. Die Seeroute sei schon früher sowohl vom Iran als auch von Russland genutzt worden, um militärische Güter zwischen den beiden Ländern zu transportieren.

Einem Bericht des "Economist" zufolge soll der Kreml dem Iran vorgeschlagen haben, 5.000 störungssichere Kurzstreckendrohnen und eine nicht genannte Zahl von Langstrecken-Satellitendrohnen zu liefern, ebenso wie Schulungen für deren Einsatz. Zuvor hatte Russland seinem engsten Verbündeten im Nahen Osten bereits Technologieerkenntnisse aus dem Ukraine-Krieg zukommen lassen, um die Shahed-Drohnen zu verbessern.

Moskau hatte 2022 damit begonnen, mit Sprengstoff beladene, iranisch konstruierte Shaheds gegen die Ukraine einzusetzen, Diese wurden damals noch über das Kaspische Meer aus dem Iran importiert. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar versucht der Iran seinerseits, die Luftverteidigung im gesamten Nahen Osten mit Wellen von Shahed-Drohnen zu überlasten. Im März wurden bei einem Drohnenangriff sechs US-Soldaten auf Kuwait getötet.

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