Frühere Bundestagspräsidentin

Rita Süssmuth: Verstorbene CDU-Politikerin wird mit Trauerstaatsakt verabschiedet

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

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Mit 88 Jahren: Rita Süssmuth gestorben

Videoclip • 01:38 Min • Ab 12


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Mit einem Trauerstaatsakt wird in Berlin an die verstorbene Rita Süssmuth erinnert. In der Hauptstadt werden zahlreiche Straßen geseperrt.

Politische Persönlichkeiten nehmen am Dienstag (24. Februar) Abschied von der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Teilnehmen werden die Spitzen aller fünf Verfassungsorgane, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Gegen Mittag werden Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Journalist Heribert Prantl im Plenarsaal sprechen. Mit der 90-minütigen Gedenkstunde wird das politische Lebenswerk Süssmuths gewürdigt.

Süssmuth ist laut WDR erst die dritte Frau, der in der Geschichte der Bundesrepublik die Ehre des Trauerstaatsakts zuteil wird.

Straßensperrungen wegen Gottesdienst

Ab 10 Uhr ist ein ökumenischer Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz angesetzt. Deswegen gibt es rund um den Bebelplatz, die Staatsoper und die Kathedrale Sperrungen zwischen 7 Uhr und 14 Uhr. Betroffen ist laut Verkehrsinformationszentrale der Abschnitt Unter den Linden in Richtung Alexanderplatz bis zur Französischen Straße.

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Süssmuth kämpfte für modernes Frauenbild

Rita Süssmuth war von 1987 bis 2002 Mitglied des Bundestags, zehn Jahre davon dessen Präsidentin. Die Professorin für Erziehungswissenschaften trat erst mit 44 Jahren in die CDU ein. Im Kabinett Kohl wurde sie zunächst Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit.

Süssmuth, selbst eine bekennende Katholikin, fiel durch ihr modernes Familien- und Frauenbild auf. Laut "Tagesschau" war eines ihrer Hauptthemen AIDS. Sie setzte sich gegen Widerstände ihrer Partei für mehr Aufklärung und gegen die Stigmatisierung von Erkrankten ein. Süssmuth kämpfte für die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe, die erst 1997 durchgesetzt wurde. Bis ins hohe Alter blieb Süssmuth gesellschaftlich aktiv und sprach sich für die politische Gleichberechtigung von Frauen aus.

Die CDU-Politikerin wurde 88 Jahre alt. Sie ist am 1. Februar gestorben und wurde am 17. Februar in ihrer nordrhein-westfälischen Heimatstadt Neuss beigesetzt. Vor zwei Jahren hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Tagesschau: "Staatsakt für Rita Süssmuth: Warum die Politik Unbequemlichkeit braucht"

WDR: "Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist in Neuss beigesetzt worden"

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