Webseiten gestört
Pro-russischer Hackerangriff auf Sachsen-Anhalts Ministerien
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von dpaGlasfaserkabel in einem Serverraum
Bild: Michael Kappeler/dpa
Nachdem in Sachsen-Anhalt die Internetseiten mehrerer Ministerien am Donnerstag nicht aufrufbar waren, ist jetzt der Grund dafür geklärt: Es handelte sich den Angaben nach um einen Cyberangriff einer pro-russischen Hackergruppe.
In Sachsen-Anhalt waren mehrere Internetseiten von Ministerien am Donnerstagvormittag (10. Juli) kurzzeitig nicht aufrufbar. Grund sei ein anhaltender Cyberangriff auf das Landesportal, teilte ein Sprecher des Digitalministeriums auf Anfrage mit. Demnach ist das Landesportal seit Donnerstagmorgen Ziel eines sogenannten "DDoS-Angriffs" der prorussischen Hackergruppe "NoName057(16)". Der Zugriff auf die Seiten ist mittlerweile wieder möglich.
Beim sogenannten DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) wird ein Server gezielt mit massenhaften Anfragen überlastet, sodass er zeitweise nicht mehr erreichbar ist. Ob weitere Bundesländer betroffen sind, sei derzeit noch unklar. Weitere vom IT-Dienstleister Dataport betreute Länder seien im Augenblick nicht betroffen, hieß es aus dem Ministerium.
Die Landesregierung setzt laut Ministerium seit 2024 auf neue Technologien, mit denen solche Angriffe schneller erkannt und abgewehrt werden können. "Diese Technologien sorgen zurzeit im Hintergrund dafür, dass das Landesportal mit kleineren Einschränkungen erreichbar ist", hieß es weiter. Das Laden der Seiten könne etwas länger dauern, auch sei die Seite mit den Pressemitteilungen geblockt, da ein Großteil des Angriffs auf diese Seite abziele.
Zudem seien verfahrensspezifische Abwehrmaßnahmen aktiviert worden. Die IT-Sicherheitszentrale von Dataport wollte noch am Donnerstag ein Geoblocking für die Regionen aktivieren, aus denen die Angriffswelle komme. Ob eine Anzeige gegen die Angreifer erstattet wird, werde derzeit geprüft.
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