Bizarrer Vorschlag wieder aktuell?
Perfider Plan: Putin wollte mit Trump die Ukraine gegen Venezuela tauschen
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer2019 soll Putin Trump einen Deal zur Ukraine und Venezuela angeboten haben.
Bild: AP
Eine ehemalige Beraterin von Donald Trump hat Aussagen über ein russisches Angebot aus dem Jahr 2019 erneut ins Rampenlicht gerückt. Russland wollte damals die Unterstützung für Nicolás Maduro aufgeben, wenn die USA im Gegenzug die Ukraine fallen lassen würden.
Das Wichtigste in Kürze
Ex-Trump-Beraterin Fiona Hill berichtete von einem russischen Angebot aus dem Jahr 2019: Unterstützung für Maduro gegen freie Hand in der Ukraine.
Die Trump-Regierung lehnte den Deal ab und unterstützte stattdessen den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaido.
Sieben Jahre später äußert sich Hill kritisch zu den Aktionen der Trump-Regierung in Venezuela - auch im Hinblick auf den Ukraine-Krieg.
Aussagen von Fiona Hill, der ehemaligen Beraterin von Donald Trump in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident, sorgen erneut für Diskussionen. Hill berichtete bereits 2019 während einer Anhörung im Kongress, dass Russland den USA einen brisanten Vorschlag unterbreitet habe: Moskau sei bereit gewesen, die Unterstützung für den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aufzugeben, falls die USA Russland in der Ukraine freie Hand lassen würden.
Dieser perfide Vorschlag wirft ein Schlaglicht auf die geopolitischen Interessen des Kremls und die Versuche, Einfluss auf internationale Konflikte zu nehmen. Laut Hill hatte Russlands Botschafter Anatoli Antonow mehrfach angedeutet, dass Moskau eine solche Vereinbarung in Betracht ziehe. Russische Medien griffen die Idee damals auf und verwiesen auf die Monroe-Doktrin – eine historische US-Politik, die europäische Einmischung in Amerika ablehnt.
Trump lehnte den Vorschlag ab
Wie Fiona Hill weiter berichtet, wurde sie nach Moskau entsandt, um klarzustellen, dass die Themen Ukraine und Venezuela für die USA nicht miteinander verknüpft seien. Die Trump-Regierung hatte damals den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaido als Interimspräsidenten unterstützt und sich klar gegen Nicolás Maduro positioniert. Gleichzeitig blieben die USA bei ihrer Unterstützung für die Ukraine und lehnten jegliche russische Forderungen ab.
Die jüngsten Aussagen Trumps über Venezuela haben jedoch erneut für Aufsehen gesorgt. Trump behauptete kürzlich, die USA würden das Land vorübergehend führen – eine Aussage, die sein Außenminister Marco Rubio später relativierte. Rubio erklärte, dass politische Veränderungen in Venezuela durch eine bestehende Ölblockade angestrebt würden.
Kritik an den US-Aktionen
Jetzt, sieben Jahre später, äußert sich Fiona Hill kritisch zu den Aktionen der Trump-Regierung in Venezuela und deren Auswirkungen auf die internationale Politik. Sie betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: "Der Kreml wird begeistert sein von der Idee, dass große Länder – wie Russland, die Vereinigten Staaten und China – Einflusszonen erhalten, denn es beweist, dass 'Macht Recht schafft'."
Zudem warnte Hill davor, dass Trumps Vorgehen in Venezuela es den Unterstützer:innen der Ukraine erschwere, Russlands Ansprüche auf die Ukraine als illegitim zu verurteilen. "Wir hatten gerade eine Situation, in der die USA – zumindest fiktiv – die Regierung eines anderen Landes gestürzt haben", sagte Hill zur Nachrichtenagentur AP.
Die Trump-Administration hat ihre Razzia in Venezuela als rechtmäßige Strafverfolgungsmaßnahme verteidigt und darauf bestanden, dass die Gefangennahme Maduros legal sei.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur AP: "Trump’s former Russia adviser says Russia offered US free rein in Venezuela in exchange for Ukraine"
Nachrichtenagentur dpa
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