Krieg in der Ukraine
Merkel, Draghi - oder ein Finne? EU sucht Verhandler für Putin-Gespräche
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von Christopher Ferner:newstime
Putins Kriegsende-Aussage: Was will er?
Videoclip • 02:41 Min • Ab 12
Wer soll für Europa mit Wladimir Putin verhandeln? In der EU werden derzeit mehrere prominente Namen diskutiert – darunter Angela Merkel und Mario Draghi. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nennt Favoriten.
Das Wichtigste in Kürze
In der EU wird laut einem Bericht der "Financial Times" darüber beraten, wer die Staatengemeinschaft in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin vertreten könnte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj favorisiert dem Bericht zufolge "jemanden wie Draghi".
Putin hatte zuvor Verhandlungsbereitschaft mit europäischen Staaten signalisiert und Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler vorgeschlagen.
Die Suche nach der Putin-Mittelsperson
Die Europäische Union sucht offenbar nach einer prominenten Person, die im Namen der Staatengemeinschaft mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein mögliches Ende des Krieges verhandeln soll. Mehrere Namen sind im Gespräch. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll eine bevorzugte Kandidatin oder einen bevorzugten Kandidaten haben.
Wie die „Financial Times" berichtet, beraten europäische Regierungen derzeit darüber, wer diese Aufgabe übernehmen könnte. Im Raum stehen die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der frühere Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Das berichten Insider:innen der Zeitung. Daneben sollen Regierungen in Europa auch zwei finnische Politiker vorgeschlagen haben: den amtierenden Präsidenten Alexander Stubb sowie dessen Amtsvorgänger Sauli Niinistö.
Bei einem Treffen in Zypern wollen die Außenminister:innen der EU in der kommenden Woche besprechen, wer für diese Rolle infrage kommt. Den Quellen der "Financial Times" zufolge haben sowohl die US-Regierung in Washington als auch die ukrainische Führung in Kiew bereits Zustimmung signalisiert, dass die EU solche direkten Gespräche mit Putin führen könnte.
Altkanzler Gerhard Schröder von Putin vorgeschlagen
Ein Vertreter der Ukraine erklärte demnach, der ukrainische Präsident Selenskyj wünsche sich für die Verhandlungen „jemanden wie Draghi" – oder alternativ eine derzeit amtierende Regierungschefin bzw. einen amtierenden Regierungschef von Gewicht. Noch in dieser Woche wird Selenskyj das Thema voraussichtlich mit Frankreich, Deutschland und Großbritannien besprechen. Draghi war nicht nur Präsident der EZB: Im Anschluss daran führte er gut anderthalb Jahre lang die italienische Regierung als Ministerpräsident.
Putin hatte zuvor erkennen lassen, dass er grundsätzlich bereit sei, mit Staaten aus Europa über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Als möglichen Mittelsmann brachte Putin den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Spiel. Der 82-Jährige gilt als enger Freund Putins. Selbst nachdem Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hatte, arbeitete Schröder weiter für Konzerne aus der russischen Energiebranche.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
ntv: "EU soll Merkel oder Draghi für Gespräche mit Putin erwägen"
Financial Times: "EU mulls Angela Merkel or Mario Draghi as possible Vladimir Putin whisperer"
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