Harsche Kritik
"Leise, Schweinchen": Weißes Haus verteidigt Trumps Journalistin-Beleidigung
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiKaroline Leavitt steht zur "Schweinchen"-Aussage Trumps.
Bild: REUTERS
Das Weiße Haus verteidigt Trump, nachdem er eine Reporterin als "Schweinchen" bezeichnet hatte. Die Begründung wirkt bizarr.
Das Wichtigste in Kürze
Trump nannte eine Reporterin "Schweinchen" – das Weiße Haus springt ihm bei.
Sprecherin Leavitt bezeichnet die Attacke als Ausdruck von Offenheit und Direktheit.
Die Kritik von Journalistenverbänden an der herabsetzenden Wortwahl wächst.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat die Beleidigung einer Journalistin als "Schweinchen" ("piggy") durch US-Präsident Donald Trump verteidigt. Die Äußerung sei Ausdruck seiner "Offenheit und Direktheit", begründete Leavitt am Donnerstag (20. November) im Weißen Haus.
Amerikanische Wähler:innen hätten den Präsidenten unter anderem genau dafür wiedergewählt, erklärte sie. Gleichzeitig betonte sie, Trump stelle sich regelmäßig den Fragen der Presse – mehr als viele seiner Vorgänger.
"Leise, Schweinchen"
Hintergrund des Vorfalls: Erst kürzlich war ein brisantes Dokument über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Trump veröffentlicht worden. In einem Schreiben hatte der verstorbene Finanzier nahegelegt, Trump habe "über die Mädchen Bescheid gewusst".
Als eine Journalistin Trump vergangene Woche an Bord einer Air Force One mit diesem Dokument konfrontierte, antwortete der Präsident kurz und knapp: "Leise, Schweinchen."
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die Society of Professional Journalists (SPJ) kritisierte laut Reuters Trumps Ausdrucksweise scharf und wies auf eine wiederholte Praxis hin, Frauen in den Medien zu demütigen. SPJ-Direktorin Caroline Hendrie betonte, gezielte Herabsetzungen von Journalistinnen dürften nicht toleriert werden.
Verwendete Quellen:
Reuters: "White House defends Trump calling a female reporter 'piggy'"
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