Bundeswehr
"Kein Deckel": Pistorius erwägt Truppenstärke von mehr als 460.000
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von dpa:newstime
Deutschland will stärkste Armee Europas
Videoclip • 01:52 Min • Ab 12
Mehr Soldaten für die Bundeswehr: Der Verteidigungsminister will 460.000 erreichen – und schließt eine noch höhere Zahl bei Bedarf nicht aus. Möglichst mit Freiwilligen.
Die angestrebte Truppenstärke von 460.000 regulären Soldaten und Reservisten stellt aus Sicht von Verteidigungsminister Boris Pistorius keine Obergrenze dar. Diese Marke sei "kein Deckel", sondern "die Richtung, in die wir gehen", die bei veränderten Bedarfen oder einer verschärften Bedrohungslage auch überschritten werden könne, sagte der SPD-Politiker in den ARD-"Tagesthemen".
Pistorius schließt verpflichtende Wehrmodelle nicht aus
Pistorius betonte zugleich Fortschritte bei der Erhöhung der Truppenstärke. Seit seinem Amtsantritt sei die Zahl der Soldatinnen und Soldaten von rund 180.000 auf derzeit etwa 185.000 bis 186.000 gestiegen. Zudem nähmen Bewerbungen und Einstellungen kontinuierlich zu. Ziel sei es, den Aufwuchs geordnet und zugleich möglichst zügig voranzubringen.
Eine mögliche Wiedereinführung verpflichtender Modelle schloss der Minister nicht grundsätzlich aus. Sollten freiwillige Maßnahmen nicht ausreichen, um die angestrebte Personalstärke zu erreichen, "werden wir über eine Bedarfspflicht diskutieren und entscheiden müssen", sagte Pistorius. Derzeit stehe eine solche Entscheidung jedoch nicht an. Vorrang habe es, die gesetzte Zielgröße mit den bestehenden Instrumenten zu erreichen.
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