Repressionen

Iranische Aktivisten verifizieren 4.000 Todesopfer – viele werden folgen

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

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Neue schockierende Opferzahlen im Iran

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Das Internet im Iran ist weiterhin gesperrt. Langsam dringen neue Informationen nach außen. Fast 4.000 Tote wurden bereits verifiziert, es könnten bis zu 18.000 Menschen getötet worden sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Angaben von Menschenrechtler:innen wurden im Iran bereits knapp 4.000 Todesfälle verifiziert.

  • Einem britischen Medienbericht zufolge könnten bei der Niederschlagung der Proteste bis zu 18.000 Menschen getötet worden sein.

  • Unterdessen dauert die Internetsperre im Iran an, auch in Deutschland wird gegen das Regime protestiert.

Im Iran sind bei den landesweiten Massenprotesten nach Angaben von Aktivist:innen tausende Menschen ums Leben gekommen. Das US-basierte Menschenrechtsnetzwerk HRANA hat bislang 3.919 Todesfälle verifiziert, während weitere knapp 9.000 Todesfälle noch untersucht werden. Unter den Getöteten befinden sich demnach 3.685 Demonstrant:innen und 178 Sicherheitskräfte.

Die tatsächliche Zahl der Todesopfer könnte also deutlich höher liegen. Laut der britischen "The Sunday Times" sollen zwischen 16.500 und 18.000 Menschen getötet worden sein. Die Zeitung bezieht sich auf Mitarbeiter:innen aus acht großen Augenkliniken und Berichte aus 16 Notaufnahmen im Land. Weitere 330.000 bis 360.000 Menschen sollen verletzt worden sein, und mindestens 700 bis 1.000 Menschen hätten ein Auge verloren.

Internetsperre dauert an

Im Iran bleibt das Internet den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach außen, die das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen. Ein vielfach geteiltes Video in sozialen Netzwerken zeigt schreiende und fliehende Demonstrant:innen in einem belebten Teil der Hauptstadt Teheran, als staatliche Repressionskräfte das Feuer auf die Menge eröffneten.

Festnahmen und Verhaftungen

Während die Proteste derzeit verstummt sind, melden die Sicherheitsbehörden Festnahmen mutmaßlicher "Protestführer", berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). In der zentralen Wüstenprovinz Jasd berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, über die Verhaftung von "Anführern und terroristischen Akteuren der Unruhen".

Laut HRANA wurden im Rahmen der aktuellen Protestwelle mehr als 24.000 Menschen festgenommen. Auch das Critical Threats Project (CTP) berichtete über eine großangelegte Verhaftungskampagne und warnte, dass der Staat seine Repressionen fortsetzt "und verstärkt sie sogar noch, um jegliche Protestaktivitäten zu verhindern".

Probleme beim iranischen Staatsfernsehen

Satellitensignale des iranischen Staatsfernsehens waren Berichten zufolge kurzzeitig durch einen Hackangriff unterbrochen. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten am Sonntagabend (18. Januar) Störungen und Protestbotschaften im laufenden Programm. Regierungsnahe iranische Medien wiesen einen Hackerangriff zurück und erklärten, es habe sich lediglich um eine technische Störung gehandelt, die von "einigen feindlich gesinnten Medien" fälschlich als Hack dargestellt worden sei

Große Demos auch in Deutschland

In mehreren deutschen Städten haben am Wochenende Tausende Demonstrant:innen gegen das islamische Regime im Iran protestiert und einen Wechsel gefordert. In Düsseldorf beteiligten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 4.000 Menschen an einer Demonstration. In Köln gab es gleich mehrere Solidaritätskundgebungen mit insgesamt 4.000 Teilnehmer:innen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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