Künstliche Intelligenz

Große Mehrheit der Deutschen fordert weltweite KI-Regeln

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

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KI-Fakes: Mehrheit fordert klare Regeln

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


Fast neun von zehn Deutschen wünschen sich weltweit geltende Regeln für Künstliche Intelligenz. Eine Forsa-Umfrage zeigt allerdings deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Parteianhängern.

Das Wichtigste in Kürze

  • 89 Prozent der Befragten halten weltweite Regeln für Künstliche Intelligenz für wichtig oder sehr wichtig.

  • Besonders groß ist der Wunsch nach internationalen KI-Regeln bei älteren Menschen.

  • Bei den Parteianhängern zeigen sich deutliche Unterschiede – vor allem zwischen Grünen- und AfD-Wählern.

Eine Person blickt auf eine digitale Darstellung Künstlicher Intelligenz. Laut einer Forsa-Umfrage spricht sich eine große Mehrheit der Deutschen für weltweit geltende Regeln beim Einsatz von KI aus.

Bild: Matthias Bein/dpa


Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht sich für weltweit geltende Regeln beim Einsatz Künstlicher Intelligenz aus. Fast neun von zehn Befragten halten internationale Vorgaben für sehr wichtig oder wichtig. Das geht aus einer Forsa-Umfrage für die Zeitschrift "Internationale Politik" hervor.

Demnach bewerten 70 Prozent der Befragten globale Regeln für Künstliche Intelligenz als "sehr wichtig". Weitere 19 Prozent halten sie für "wichtig". Lediglich neun Prozent messen einer internationalen Regulierung wenig oder gar keine Bedeutung bei.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa am 9. und 12. Oktober insgesamt 1.000 Menschen in Deutschland. Die Umfrage ist nach Angaben der Zeitschrift repräsentativ.


Ältere Befragte legen besonders großen Wert auf KI-Regeln

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen. Unter den 18- bis 29-Jährigen halten 47 Prozent weltweite Vorgaben für KI für sehr wichtig, weitere 38 Prozent für wichtig. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil derjenigen, die internationalen Regeln besonders große Bedeutung beimessen.

Bei den 30- bis 44-Jährigen bewerten 70 Prozent globale KI-Regeln als sehr wichtig. Unter den 45- bis 59-Jährigen sind es 79 Prozent, bei Menschen ab 60 Jahren 77 Prozent.

Auch der Bildungsabschluss spielt eine Rolle. Unter Befragten mit Abitur halten 79 Prozent internationale Regeln für sehr wichtig. Bei Menschen mit mittlerer Reife liegt der Anteil bei 66 Prozent, unter Befragten mit Hauptschulabschluss bei 61 Prozent.


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Große Unterschiede zwischen den Parteianhängern

Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es der Umfrage zufolge hingegen kaum Unterschiede. Auch zwischen Männern und Frauen fällt die Abweichung vergleichsweise gering aus: 68 Prozent der Männer und 72 Prozent der Frauen halten weltweite KI-Regeln für sehr wichtig.

Größer sind die Unterschiede bei der politischen Präferenz. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Anhängern der Grünen: 93 Prozent von ihnen bewerten globale Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz als sehr wichtig.

Unter AfD-Wählerinnen und -Wählern sind es dagegen 49 Prozent. Weitere 22 Prozent halten solche Regeln für wichtig. 26 Prozent der AfD-Anhänger messen einer weltweiten Regulierung hingegen wenig oder gar keine Bedeutung bei.

Bei den Anhängern anderer Parteien fällt dieser Anteil deutlich geringer aus. Laut Umfrage halten jeweils ein Prozent der CDU/CSU- und SPD-Anhänger internationale KI-Regeln für weniger oder gar nicht wichtig. Bei den Grünen sind es zwei Prozent, bei der Linken vier Prozent.

Damit zeigt die Erhebung trotz einzelner Unterschiede eine insgesamt breite Zustimmung zu internationalen Leitplanken für Künstliche Intelligenz.


Verwendete Quellen:

Deutsche Presse-Agentur

Internationale Politik/Forsa: Umfrage zur Haltung der Deutschen gegenüber weltweit gültigen Regeln für Künstliche Intelligenz

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