Zoff um Insel
Grönland-Streit: Von der Leyen kontert Trump in Davos
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Weltwirtschaftsforum in Davos startet
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Trumps aggressive Zollpolitik und Grönland-Ambitionen stellen transatlantische Beziehungen auf die Probe. Von der Leyen fordert Besonnenheit und kündigt EU-Arktis-Initiative an.
Das Wichtigste in Kürze
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor einer Eskalation im Grönland-Konflikt gewarnt.
Trumps Zollpolitik und seine Ambitionen in der Arktis belasteten die transatlantischen Beziehungen, sagte sie, und forderte Besonnenheit.
Zugleich kündigte von der Leyen eine neue EU-Arktisstrategie und mehr Investitionen in die Sicherheit der Region an.
Bei ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen US-Präsident Donald Trump eindringlich vor einer Eskalation im Grönland-Konflikt gewarnt. Die von Trump angekündigten Zusatzzölle gegen europäische Verbündete bezeichnete sie als Fehler, der nur strategischen Gegnern in die Hände spiele.
Die Spannungen würden nur genau denjenigen Gegnern helfen, die man möglichst von den strategischen Interessengebieten fernhalten wolle, erklärte von der Leyen und kündigte eine entschlossene, aber maßvolle Reaktion der EU an.
Mit Verweis auf das im vergangenen Juli vereinbarte Handelsabkommen zwischen den USA und der EU betonte sie: "In der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal."
Umfassende Arktis-Sicherheitsstrategie geplant
Als Antwort auf Trumps Behauptung, Europa könne Grönland nicht ausreichend vor Russland und China schützen, kündigte von der Leyen ein umfassendes arktisches Sicherheitskonzept an. Die EU plane, mehr in die Arktis-Sicherheit zu investieren, etwa in eine europäische Eisbrecher-Flotte.
"Insbesondere glaube ich, dass wir unsere Mehrausgaben im Verteidigungssektor für eine europäische Eisbrecher-Flotte und andere für die Sicherheit der Arktis lebenswichtige Ausrüstung nutzen sollten", sagte sie.
Gleichzeitig betonte von der Leyen die uneingeschränkte Solidarität der EU mit Grönland und Dänemark: "Die Souveränität und Integrität ihres Territoriums ist nicht verhandelbar." Zudem strebt die EU einen massiven europäischen Investitionsschub für Grönland an, um die lokale Wirtschaft und Infrastruktur zu stärken.
Geopolitische Krise als Chance für europäische Unabhängigkeit
Ohne Trump direkt zu nennen, deutete von der Leyen an, dass die aktuelle Krise auch eine Chance für Europa darstelle: "Geopolitische Schocks können – und müssen – eine Chance für Europa sein. Meiner Ansicht nach ist das Erdbeben, das wir gerade erleben, eine Chance, ja, in der Tat eine Notwendigkeit, eine neue Form der europäischen Unabhängigkeit aufzubauen."
Die Kommissionspräsidentin verwies auf die laufenden Arbeiten an einer europäischen Sicherheitsstrategie, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll und auch eine aktualisierte Arktisstrategie enthalten wird.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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