Terroralarm

Stützpunkt RAF Fairford in Gefahr? USA ziehen Bomber unter Hochdruck ab

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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UN: USA und Iran treffen sich (23. September)

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


Ein Dutzend B-1-Bomber verlässt Hals über Kopf die britische Basis Fairford. Einige Maschinen seien gestartet, bevor die Tankflugzeuge bereit waren. Was hat das Pentagon so plötzlich alarmiert?

Der Abzug kam in atemloser Eile: Nachdem angeblich konkrete Hinweise auf einen vom Iran unterstützten Angriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford aufgetaucht waren, ordnete das Pentagon den umgehenden Rückzug aller dort stationierten US-Langstreckenbomber in die Vereinigten Staaten an.

Die Situation hatte sich nach Angaben eines US-Beamten in den letzten 24 Stunden so dramatisch zugespitzt, dass keine Zeit mehr für eine geordnete Abwicklung blieb – einige Maschinen hoben ab, noch bevor die für den langen Atlantikflug benötigten Tankflugzeuge überhaupt einsatzbereit waren.


Ein Dutzend B-1-Bomber auf dem Weg nach Hause

Zuletzt hatte ein Dutzend schwerer B-1-Bomber auf dem Stützpunkt im englischen Gloucestershire gestanden. Die USA hatten die Maschinen im März dorthin verlegt, um im laufenden Krieg gegen den Iran flexibler operieren zu können. Nun bestätigte das Pentagon offiziell, dass sämtliche Langstreckenbomber ihre Heimatstützpunkte in den USA wieder erreicht haben. Dass die Streitkräfte die Abzugsbewegung nicht öffentlich kommentiert hatten, begründete das Ministerium mit den Erfordernissen der operativen Sicherheit.

Die britische Regierung betonte unterdessen, der Stützpunkt sei sicher und es existierten bewährte Schutzverfahren für Militäranlagen. Militärische Operationen anderer Staaten wollte London nicht kommentieren.


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Terrornetz um RAF Fairford

Der Hintergrund des überstürzten Abzugs reicht zurück in die Nacht zum 27. September: Damals fielen der Polizei drei verdächtige Fahrzeuge auf, die sich in Richtung der Basis bewegten. Fünf Männer wurden in der Nähe des Ortes Whelford festgenommen – unter dem Verdacht, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben, zudem wegen möglicher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Rund 85 Haushalte in der unmittelbaren Umgebung mussten evakuiert werden.

In den darauffolgenden Tagen wurde ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft vorübergehend in Gewahrsam genommen. Alle sechs sind inzwischen unter strengen Auflagen wieder auf freiem Fuß.

US-Außenminister Marco Rubio hatte früh von einem "ausländischen Akteur" gesprochen, der in die Vorgänge verwickelt sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham bestätigte konkrete Hinweise auf eine mögliche Iran-Verbindung. Bereits kurz nach den Festnahmen hatte der britische "Telegraph" berichtet, die Anti-Terror-Einheiten prüften neben einer iranischen Beteiligung auch russische Sabotage und ein islamistisches Motiv.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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