Moskau droht mit neuer Eskalation
Enttäuschung über Trump: Russland wirft USA Wortbruch vor
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Putins Kampf gegen das Altern: 26 Milliarden für ewiges Leben?
Videoclip • 03:12 Min • Ab 12
Der Ton zwischen Moskau und Washington verschärft sich. Russland wirft den USA vor, zentrale Zusagen aus dem Alaska-Gipfel 2025 gebrochen zu haben. Im Kreml wächst der Verdacht, Trump habe Moskau hingehalten.
Das Wichtigste in Kürze
Die Hoffnungen auf Entspannung zwischen Russland und den USA schwinden rapide.
Moskau beschuldigt Washington jetzt, Vereinbarungen aus dem Alaska-Gipfel missachtet zu haben.
Trump soll damit Zeit geschunden haben, um Zeit für die Aufrüstung der Ukraine gewonnen zu haben.
Der Konflikt zwischen Russland und den USA spitzt sich weiter zu. Moskau wirft Washington vor, zentrale Absprachen missachtet zu haben, die Präsident Wladimir Putin und Donald Trump beim Gipfel in Alaska im August 2025 getroffen haben sollen. Vize-Außenminister Sergej Rjabkow sprach laut russischen Medien von einem Abweichen der USA von "grundlegenden Vereinbarungen" und warf Washington einen zunehmend scharfen antirussischen Kurs vor.
Besonders brisant ist der Vorwurf, die USA hätten den Gipfel womöglich nur genutzt, um Zeit zu gewinnen. Außenminister Sergej Lawrow deutete an, das Treffen könne ein "Trick" gewesen sein, um die Wiederbewaffnung der Ukraine zu ermöglichen. Damit rückt ein Gipfel, der einst als möglicher Wendepunkt galt, im russischen Narrativ zunehmend in die Nähe eines diplomatischen Täuschungsmanövers.
Unklar, was Russland und USA vereinbart haben
Und Lawrow ist nicht der einzige russische Spitzenpolitiker, der derartige Aussagen tätigt. Binnen drei Tagen haben gleich drei hochrangige russische Vertreter erklärt, die USA hätten Zusagen nicht eingehalten. Welche konkreten Versprechen gemeint sind, bleibt jedoch unklar. Auch Washington hat bis heute nicht öffentlich präzisiert, ob und welche Vereinbarungen in Alaska tatsächlich getroffen wurden.
Der "Geist von Anchorage"
In Russland fiel nach dem Treffen immer wieder der Begriff vom "Geist von Anchorage". Beobachter verstehen darunter die Hoffnung des Kremls, Trump könne Russlands zentraler Forderung entgegenkommen: Die Ukraine solle die gesamte Donbass-Region aufgeben, während die Front an anderer Stelle eingefroren wird. Genau diese Erwartung scheint sich aus Moskauer Sicht jedoch nicht erfüllt zu haben.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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