Buh-Rufe gegen Howard Lutnick

Eklat um Trump-Minister in Davos: Abendessen vorzeitig abgebrochen

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von Joachim Vonderthann

Bei einer Veranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos soll US-Handelsminister Howard Lutnick für einen heftigen Eklat gesorgt haben.

Bild: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa


Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sorgt nicht nur US-Präsident Donald Trump selbst für Wirbel. Auch sein Handelsminister Howard Lutnick steht im Mittelpunkt eines handfesten Eklats.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Delegation um Präsident Trump wirbelt das Weltwirtschaftsforum in Davos ordentlich durcheinander.

  • Bei einer Veranstaltung mit US-Handelminister Lutnick kam es zum Eklat.

  • Das Abendessen musste sogar vorzeitig abgebrochen werden.

US-Handelsminister Howard Lutnick ist einem Zeitungsbericht zufolge bei einem Abendessen des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF) ausgebuht worden. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, es sei nach aggressiven Äußerungen Lutnicks gegenüber Europa zu Tumulten gekommen.

Bei der vom Chef des Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, am Dienstagabend ausgerichteten Veranstaltung hätten Gäste unter lauten Rufen den Raum verlassen. Darunter war auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Französin ging Insindern zufolge während einer Passage, in der Lutnick Europa scharf kritisierte und die zu Zwischenrufen führte, wie Reuters berichtet.

Trumps Handelsminister Lutnick ätzt gegen Europa - Gäste gehen

Gastgeber Fink, auch Co-Vorsitzender des WEF, habe noch versucht, die Situation wieder zu beruhigen. Letzlich wurde die Veranstaltung aber noch vor dem Nachtisch abgebrochen, wie mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters berichteten. Fink hatte das Diner für alle wichtigen Mitglieder des Forums sowie Staatsoberhäupter und andere Würdenträger:innen ausgerichtet.

Details zu Lutnicks Äußerungen oder den Zwischenrufen wurden nicht genannt. Das US-Handelsministerium und das Weltwirtschaftsforum äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Strafzoll-Idee kam auch vom US-Handelsminister

Das Verhältnis zwischen Europa und den USA ist nicht zuletzt wegen der Drohungen Trumps gegenüber Grönland stark angespannt. In der Grönland-Frage signalsierte der US-Präsident am Mittwochabend überraschend ein Einlenken. Davor hatte er jedoch mehreren europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, mit Strafzöllen gedroht, sollten sie sich gegen die Übernahme der Arktis-Insel durch die USA stellen. Die Idee, Strafzölle als Druckmittel gegen die Bündnispartner einzusetzen, sei von Handelsminister Lutnick gekommen, hieß es unter Berufung auf zwei Quellen im Weißen Haus von Reuters.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur Reuters

Financial Times: "Howard Lutnick heckled at Davos dinner as Christine Lagarde walks out"

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