Ukraine-Krieg
Drohnenangriff auf Ust-Luga legt russische Ölexporte lahm
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Russlands Rohölexporte brechen stark ein
Videoclip • 01:11 Min • Ab 12
Der ukrainische Schlag gegen Russlands Energieversorgung zeigt Wirkung. Nach einem Drohnenangriff auf den strategisch bedeutenden Hafen Ust-Luga musste die Ölverladung gestoppt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Erneuter Treffer für die Ukraine im Energiekonflikt mit Russland.
Der strategisch wichtige Ostseehafen Ust-Luga nahe der estnischen Grenze ist abermals von Drohnen attackiert worden.
Die Ölverladung steht still, die Schäden sind laut Satellitenaufnahmen erheblich.
Der Ukraine ist erneut ein schwerer Schlag gegen die russische Ölindustrie gelungen. Der Ostseehafen Ust-Luga bei St. Petersburg ist nach Angaben der dortigen Behörden abermals Ziel eines Drohnenangriffs geworden.
"Der Hafen von Ust-Luga wurde beschädigt, es gibt aber keine Verletzten", teilte der Gouverneur der Region St. Petersburg, Alexander Drosdenko, am Sonntag mit. Helfer seien im Einsatz, um das durch den Angriff verursachte Feuer zu löschen. Aktuelle Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Schäden. Infolge des Angriffs musste die Öl-Verladung in Ust-Luga gestoppt werden.
Der Hafen am Finnischen Meerbusen nahe der estnischen Grenze ist ein zentraler Umschlagplatz für Dünger, Öl und Kohle aus Russland – Ausfälle dort treffen die Exportlogistik des Landes empfindlich. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters waren durch die mehrtägige Angriffswelle rund 40 Prozent der russischen Rohölexportkapazitäten lahmgelegt, das entspricht etwa zwei Millionen Barrel pro Tag.
Auch in den News:
Ölpreis zuletzt deutlich gestiegen
Damit kann Moskau kaum von den durch den Iran-Krieg rasant gestiegenen Ölpreisen profitieren. Aktuell liegt der Ölpreis bei 99,64 Dollar (WTI) bzw. 112,57 Dollar (Brent) - Stand: 29. März. Damit hat sich Rohöl seit dem Ausbruch des Krieges im Iran um fast 40 Prozent verteuert.
Seit Beginn seiner Offensive vor fast vier Jahren feuert Russland fast täglich Drohnen und Raketen auf die Ukraine ab. Als Reaktion greift die Ukraine immer wieder auch russisches Territorium an und nimmt dabei insbesondere Einrichtungen der Energieinfrastruktur ins Visier.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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