USA
"Bullshit!": Minneapolis-Bürgermeister wettert gegen tödliche ICE-Schüsse
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
USA: Frau bei ICE-Einsatz erschossen
Videoclip • 32 Sek • Ab 12
Nach tödlichen Schüssen bei einem ICE-Einsatz geht Minneapolis’ Bürgermeister auf Bundesbehörden los. Er spricht von Machtmissbrauch – und widerspricht Präsident Trump deutlich.
Das Wichtigste in Kürze
Tödliche Schüsse bei einem ICE-Einsatz bringen Minneapolis in Aufruhr.
Bürgermeister Jacob Frey attackiert die Bundesbehörden scharf und weist Trumps Darstellung entschieden zurück.
Videoaufnahmen und politische Schuldzuweisungen stehen nun im Zentrum der Debatte.
"Verpisst euch aus Minneapolis!". Mit diesen drastischen Worten hat Bürgermeister Jacob Frey nach tödlichen Schüssen bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE den Konflikt mit der Bundesregierung eskalieren lassen. Nach dem Tod einer 37-jährigen Frau durch einen ICE-Beamten sagte Frey bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (7. Januar): "Wir wollen euch hier nicht haben."
Der erklärte Zweck des Einsatzes sei Sicherheit gewesen – erreicht worden sei "genau das Gegenteil". Die Darstellung des Heimatschutzministeriums, die den Einsatz der Beamt:innen verteidigte, wies Frey nach eigener Sichtung von Videoaufnahmen scharf zurück. "Das ist Bullshit", sagte er wörtlich. Es habe sich um einen Beamten gehandelt, der seine Macht rücksichtslos eingesetzt habe – mit tödlichem Ausgang.
Tödliche Kopfverletzung
Der Vorfall ereignete sich bei einer ICE-Operation in Minneapolis, als sich die Frau in ihrem Auto befand und eine Straße blockierte. Als sich ein Beamter näherte und sich das Fahrzeug in Bewegung setzte, fielen mindestens zwei Schüsse. Die Frau erlitt eine tödliche Kopfverletzung.
Auf einem vom US-Sender CNN geteilten Video war zu sehen, wie Augenzeug:innen – darunter eine Person, die sich als Arzt ausgibt – dem Opfer unmittelbar nach den Schüssen zu Hilfe eilen wollen, aber von Soldat:innen aufgehalten werden. "Wir haben unsere eigenen Sanitäter", erwidert ein Soldat auf die Hilfsgesuche der aufgebrachten Gruppe. Einer Augenzeugin zufolge kam die Hilfe jedoch erst 15 Minuten später. Ermittlungen laufen.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe sie nicht im Fokus der Behörden gestanden. Während Präsident Donald Trump von Selbstverteidigung sprach und erklärte, Videoaufnahmen stützten diese Version, widersprachen Stadt und Bürgermeister entschieden. Frey warf den Bundesbehörden vor, die Situation selbst eskaliert zu haben.
Trump geht auf "radikale Linke" los
Trump verteidigte den Schützen auf seiner Plattform Truth Social und erklärte, der Beamte habe in einer lebensbedrohlichen Lage gehandelt. Das Heimatschutzministerium sprach von einem "defensiven" Schusswaffeneinsatz und erklärte, die Frau habe versucht, Einsatzkräfte zu überfahren. Gleichzeitig machte Trump eine "radikale linke Gewalt- und Hassbewegung" für zunehmende Angriffe auf Sicherheitskräfte verantwortlich. Die Aussagen stehen im klaren Gegensatz zur Darstellung der Stadt.
Nach dem tödlichen Einsatz kam es zu Protesten am Tatort und weiteren Kundgebungen. Gouverneur Tim Walz rief zur Besonnenheit auf und warnte vor chaotischen Zuständen. Aus Vorsicht blieben Schulen in Minneapolis vorübergehend geschlossen. Der Einsatz reiht sich ein in eine Serie umstrittener ICE-Razzien, die seit der verschärften Abschiebepolitik in Trumps zweiter Amtszeit zunehmend für Proteste und politische Spannungen in demokratisch regierten Städten sorgen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
CBS News: Minneapolis Mayor Jacob Frey rips ICE after officer shot and killed woman: "Get the f*** out"
CNN: Witness to ICE agents: 'you shot her in the f**king face'; says: 'I can't let this narrative of self-defense go any further'
Nachrichtenagentur dpa
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