Fanartikel des Nachrichtendienstes
BND startet Online-Shop - das steckt hinter dem überraschenden Schritt
Aktualisiert:
von dpaMit BND-Produkten will der Bundesnachrichtendienst junge Menschen für die Behörde begeistern.
Bild: BND.Shop/dpa
Naturgemäß wissen die meisten nur wenig über den Bundesnachrichtendienst, schließlich arbeitet er im Geheimen. Fanartikel sollen nun die Bekanntheit ankurbeln.
Das Wichtigste in Kürze
Der BND startet einen eigenen Online-Shop und verkauft jetzt Socken, T-Shirts & Co. mit Geheimdienst-Flair.
Ziel: Junge Menschen für eine Karriere im Auslandsgeheimdienst begeistern.
Der Andrang ist schon jetzt enorm – die Aktion sorgt für Aufsehen.
Normalerweise macht der Bundesnachrichtendienst ein großes Geheimnis aus seiner Arbeit. Nun entscheidet sich die Behörde für einen ungewöhnlichen Weg, um für eine BND-Karriere zu begeistern: Sie betreibt seit Montagmorgen (23. Juni) einen Online-Shop. Zunächst hatte unter anderem die "Bild" darüber berichtet.
Unter dem Motto "Privat besitzen, was sonst ein Staatsgeheimnis ist" werden derzeit rund 20 Produkte angeboten, sagt BND-Sprecher Martin Heinemann. Zu kaufen gibt es Socken, T-Shirts, Thermobecher oder Kugelschreiber - mit BND-Logo versteht sich.
BND will vor allem junge Leute ansprechen
Die Nachfrage sei gewaltig, so Heinemann. Seit 6 Uhr morgens sei der Shop online. Betrieben werde er von einer privaten Firma. Das Sortiment werde erweitert, wenn sich die Nachfrage als nachhaltig hoch einpendele. Demnach konnte man BND-Werbeartikel bisher nicht kaufen.
"Mit dem BND-Shop wollen wir gezielt junge Leute erreichen und unsere Bekanntheit steigern. Denn der BND ist ein spannender Arbeitgeber und sucht jederzeit Nachwuchs." Mit Plakataufschriften wie "Wir suchen Terroristen (m/w/d) - Finde sie mit uns" ist die Behörde bereits zuvor mit ihren Werbekampagnen aufgefallen.
Rund 6.500 Mitarbeiter
Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der zivile und militärische Auslandsgeheimdienst der Bundesrepublik und beschäftigt rund 6.500 Menschen. Er sammelt Informationen von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung, wertet sie aus und stellt sie der Bundesregierung zur Verfügung. Er ist eine Art Frühwarnsystem für externe Bedrohungen.
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