Internationale Konferenz
Auch Klöckner verlässt den Saal: Protest gegen Auftritt von Putin-Vertrauter in Genf
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von dpaValentina Matwijenko, Putin-Vertraute und glühende Befürworterin des Krieges gegen die Ukraine,
Bild: Salvatore Di Nolfi/dpa
Eigentlich steht sie unter westlichen Sanktionen, die mächtigste Frau Russlands. Aber bei einer internationalen Konferenz in Genf darf sie auftreten. Es folgt eine Protestaktion der EU-Vertreter.
Aus Protest gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Vertreter:innen anderer EU-Staaten bei einer internationalen Konferenz in Genf demonstrativ den Saal verlassen. Dort trat Valentina Matwijenko auf.
Als Vorsitzende des Föderationsrates, des russischen Parlamentsoberhauses, gilt sie als die mächtigste Frau Russlands. Die 76-Jährige steht als glühende Befürworterin des von Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf westlichen Sanktionslisten.
Die Schweiz verweist darauf, dass sie als Gastgeberin internationaler Konferenzen bei solchen Anlässen Ausnahmegenehmigungen für Einreisen erteilen muss. Es geht um eine alle fünf Jahre stattfindende Versammlung von Parlamentspräsident:innen der Interparlamentarischen Union (IPU), die damit den Frieden fördern will.
"Mit seinem barbarischen Angriffskrieg gegen die Ukraine tritt Russland das Völkerrecht mit Füßen", teilte Klöckner anschließend mit. "Den zynischen Versuchen der russischen Delegation, Geschichtsklitterung und eine Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben, schenken wir keine Aufmerksamkeit."
Matwijenko hatte einen Auftritt vor kleinerem Publikum am Montag (28. Juli) schon genutzt, um die Ukraine zu verunglimpfen. Ihr Auftritt im Westen wurde in Russland teils als Propagandaerfolg verbucht. Neben Matwijenko waren auch die ebenfalls sanktionierten Duma-Politiker Leonid Sluzki und Pjotr Tolstoi bei der Veranstaltung in Genf.
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