Ukraine-Krieg
Angriff nahe EU-Gebäude in Kiew: Selenskyj sieht Schlag Russlands gegen Trump
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiDer ukrainische Präsident Selenskyj (Bild) hat harte Worte für die russischen Angriffe auf Kiew gefunden. (Archivbild)
Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Noch sind in Kiew nicht alle Opfer eines russischen Luftangriffs gefunden, die Zahl der Toten steigt. Präsident Selenskyj richtet ernste Worte auch an einen Verbündeten Moskaus.
Nach dem schweren russischen Luftangriff mit mehr als 20 Toten in Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau jeglichen Friedenswillen abgesprochen. "Dieser Schlag zeigt ganz klar, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben", sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft am Donnerstagabend (28. August) in Kiew.
Auch in den News:
Deutsche Teams vor CL-Knallerduellen
"Russland greift derzeit alle Menschen auf der Welt an, die sich nach Frieden sehnen. Dies ist ein Schlag gegen die Ukraine. Dies ist ein Schlag gegen Europa", sagte der ukrainische Staatschef. "Dies ist auch ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump und andere globale Akteure."
Moskau mache mit solchen Angriffen auch befreundete Länder wie China oder Indien zu Komplizen. Selenskyj kritisierte vor allem die Führung in Peking, die trotz vieler Erklärungen nichts für ein Ende des Kriegs tue. "Leider lässt China Russland Krieg führen – so sieht es aus", sagte er.
Mindestens 21 Tote bei Angriffen auf Kiew
Nach dem Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag, einem der schwersten in dreieinhalb Jahren Krieg, wurden in Kiew bis zum Abend 21 Tote gezählt. Der militärische Verwaltungschef der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko sagte, dass in den Trümmern eines Wohnhauses vermutlich noch mehr Menschen verschüttet seien. Auch die EU-Vertretung in Kiew und das britische Kulturinstitut wurden beschädigt.
Brüssel reagiert empört auf Raketeneinschlag an EU-Vertretung
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach den Angriffen eine schnelle Vorlage von neuen Sanktionsvorschlägen gegen Russland angekündigt. "Wir werden in Kürze unser 19. Paket mit harten Sanktionen vorlegen", sagte von der Leyen in Brüssel. Außerdem treibe die Kommission die Arbeiten voran, eingefrorene russische Vermögenswerte noch besser für die Ukraine zu nutzen.
Zu den Ereignissen in der Nacht auf Donnerstag in Kiew sagte von der Leyen, zwei Raketen hätten innerhalb von 20 Sekunden in einer Entfernung von 50 Metern von der EU-Vertretung in Kiew eingeschlagen. "Es zeigt, dass der Kreml vor nichts zurückschreckt, um die Ukraine zu terrorisieren, indem er blindlings Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder tötet und sogar die Europäische Union ins Visier nimmt", sagte sie. Insgesamt sei es der tödlichste Drohnen- und Raketenangriff auf die Hauptstadt seit Juli gewesen, so von der Leyen. Von den Mitarbeitenden der EU-Vertretung sei bei dem Angriff niemand verletzt worden.
Arbeiten an einem 19. Paket mit Russland-Sanktionen waren bereits vor einigen Wochen angekündigt worden. Nach Angaben von Diplomat:innen könnte der jüngste russische Angriff nun aber dazu führen, dass sie verstärkt werden und dass das Sanktionspaket stärker ausfällt.
Von der Leyen kündigte außerdem ab dem folgenden Tag eine Reise in die sieben Mitgliedstaaten Lettland, Finnland, Estland, Polen, Litauen, Bulgarien und Rumänien an, um Herausforderungen im Zusammenhang mit den Außengrenzen zu Russland und Belarus zu besprechen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Mehr News

Gefahr für Passagiere
Wetterradarsysteme in Airbus-Maschinen: Piloten warnen vor "kritischen Ausfällen"

Neues Dekret
Trump bringt Vollmilch zurück in die Schulkantinen der USA

Trigema-Chefin
Bonita Grupp kritisiert SPD-Reformpläne für Erbschaftssteuer: "Legt Mittelstand Steine in den Weg"

Politik-Talkshow
"Markus Lanz" am Donnerstag: Darum geht's, das sind die Gäste

Polit-Talkshow
"Maybrit Illner": Darum geht es am Donnerstag im ZDF, das sind die Gäste

Hubschrauber im Einsatz
Achtjähriger in Frankfurt vermisst: Polizei findet Schulranzen – und weitet Suche aus

"Shovelware"
Playstation: Darum löscht Sony mehr als 1.000 Spiele

Geldautomaten wieder verfügbar
Zwei Wochen nach Millionen-Raub: Sparkasse Gelsenkirchen-Buer öffnet Foyer

US-Gesundheitsminister
Kennedy über Trumps "irre" Essgewohnheiten: "Weiß nicht, wie er noch am Leben ist"

