Erneuter Rückschlag

Neue AfD-Jugend in NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi
- Anzeige -
- Anzeige -

Kurz nach ihrer Gründung steht die AfD-Jugend in NRW unter Beobachtung: Der Verfassungsschutz stuft die Organisation als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der NRW-Verfassungsschutz beobachtet die AfD-Jugendorganisation wegen Rechtsextremismus-Verdachts.

  • Die Behörden sehen personelle Kontinuität zur aufgelösten "Jungen Alternative".

  • Diese war bereits 2023 als rechtsextremistisch eingestuft worden.

Die neu gegründete Jugendorganisation der AfD in Nordrhein-Westfalen wird vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. Das bestätigte das NRW-Innenministerium laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zuerst hatte der WDR darüber berichtet.

Auch in den News:

- Anzeige -
- Anzeige -

Bei der betroffenen Organisation handelt es sich um die Generation Deutschland NRW (GD NRW), die im Januar 2026 gegründet wurde. Nach Einschätzung der Behörden bestehen gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der GD NRW faktisch um eine Fortführung der Jungen Alternative NRW (JA NRW) handelt, die sich im März 2025 formell aufgelöst hatte.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte, im Kern handele es sich beim NRW-Verband der Generation Deutschland um die Vorgängerorganisation, nur mit neuem Namen. Die Junge Alternative NRW war bereits 2023 vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden.

Personelle Kontinuität als Begründung

Das Innenministerium begründete die Einstufung mit einem hohen Maß an personeller Kontinuität in den Führungspositionen der JA NRW und der GD NRW. Zudem folge die Generation Deutschland NRW nach Bekundungen von Führungspersonen der Agenda der früheren Jungen Alternative NRW.

Die ursprüngliche Einstufung der Jungen Alternative als rechtsextremistischer Verdachtsfall hatte der NRW-Verfassungsschutz 2023 damit begründet, dass der Landesverband ideologisch auf einen Kurs eingeschwenkt sei, der durch ein völkisch-ethnisches Volksverständnis und Fremdenfeindlichkeit geprägt gewesen sei. Insbesondere sei es darum gegangen, Menschen mit Migrationsbiografie und Muslim:innen auszugrenzen und verächtlich zu machen.

Laut NRW-Verfassungsschutzgesetz besteht bei Vorliegen von tatsächlichen Anhaltspunkten für den Verdacht auf verfassungsfeindliche Bestrebungen die gesetzliche Pflicht zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Diese Voraussetzungen seien wie bei der Vorgängerorganisation auch bei der Generation Deutschland NRW gegeben.

Strukturelle Veränderungen bei der neuen AfD-Jugend

Die Junge Alternative hatte sich im Frühjahr 2025 bundesweit aufgelöst. Die Nachfolgeorganisation Generation Deutschland ist deutlich enger an die AfD angebunden als ihre Vorgängerin.

Während die Junge Alternative ein eigenständiger Verein war, ist die Generation Deutschland nun Teil der Partei – nur AfD-Mitglieder können Mitglied der GD sein.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken