Aufprall auf Frauenwaggon

Zugunglück in Indonesien: Mindestens 15 Tote, zahlreiche Verletzte

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

Laut einer Sprecherin der staatlichen Bahngesellschaft KAI sind unter den Opfern ausnahmslos Frauen.

Bild: Uncredited/AP/dpa


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Bei einem tragischen Unfall im indonesischen Bekasi kollidierten zwei Züge. Durch den starken Aufprall kamen viele der überwiegend weiblichen Insassen zu Schaden – mindestens 15 Menschen starben.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Indonesien kam es zur Kollision zweier Züge, vor allem der hinten liegende "Frauenwaggon" war von dem Aufprall betroffen.

  • Viele der Passagier:innen seien auch Stunden nach dem Unfall noch in den Trümmern des Zuges eingeschlossen gewesen.

  • Die Bergung der Opfer sei äußerst schwierig gewesen, wie der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde mitteilte.

Im indonesischen Bekasi kollidierten am Montagabend (27. April, Ortszeit) zwei Züge. Wie die Polizei mitteilte, seien bis zum Dienstagmorgen (28. April) 15 Tote geborgen worden, mehr als 80 Personen seien zur Behandlung ins Krankenhaus gekommen.

Bei den Verstorbenen handle es sich laut Angaben einer Sprecherin der staatlichen Bahngesellschaft KAI ausschließlich um Frauen.

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Insassen Stunden nach dem Unfall in den Trümmern gefangen

Ein sogenannter "Frauenwaggon" war bei dem Aufprall der beiden Fahrzeuge besonders betroffen. Bei dem für weibliche Passagiere vorgesehenen Zugabteil handelt es sich um eine gängige Einrichtung in Pendlerzügen des Großraums Jakarta. Der Waggon soll Frauen eine sicherere und komfortablere Reise ermöglichen.

Stunden nach dem Zusammenstoß waren mehrere der Insassen noch immer in den Zugtrümmern gefangen. Ein Teil davon war laut Bahngesellschaft bei Bewusstsein. So konnten sie mit den Einsatzkräften kommunizieren, während diese mit schweren Geräten und Schneidwerkzeugen versuchten, die Unfallopfer zu befreien.

So kam es zu dem schweren Unfall

Den Angaben zufolge habe ein Pendlerzug ein Taxi an einem Bahnübergang erfasst, woraufhin ein weiterer Zug anhalten musste. Anschließend rammte ein Fernzug auf der Strecke zwischen den Großstädten Jakarta und Surabaya das Heck des bereits stehenden Zugs. Bei dem Aufprall erfasste er den hinteren Waggon und riss ihn auf.

"Die Lokomotive und ein Waggon sind praktisch ineinander verschmolzen, was die Rettungsarbeiten äußerst schwierig macht", sagte der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde, Mohammad Syafii, auf einer Pressekonferenz.

Überlebender berichtet: "Es klang wie eine Bombe"

Einer der Überlebenden schildert den explosionsartigen Knall, den es bei dem Unfall gegeben habe: "Es klang wie eine Bombe." Der Passagier berichtet gegenüber dem örtlichen Fernsehen, dass daraufhin dichter Rauch den Zug erfüllt habe. Viele der Reisenden sollen panisch geworden sein und versucht haben, zu fliehen.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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