Wird von Mücken übertragen
West-Nil-Virus in Italien: 57 Neuinfektionen und acht Todesfälle
Aktualisiert:
von Benedikt RammerDas durch Mücken übertragende West-Nil-Virus breitet sich in Italien aus.
Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa
Das West-Nil-Virus breitet sich in Italien weiter aus. Innerhalb einer Woche wurden 57 neue Fälle gemeldet, insgesamt starben bereits acht Menschen. Besonders betroffen ist die Region Latium, wo Behörden Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen haben.
Das Wichtigste in Kürze
In Italien wurden dieses Jahr 89 Fälle des West-Nil-Virus bestätigt, acht Menschen starben daran.
Besonders betroffen ist die Region Latium; Maßnahmen zur Eindämmung wurden eingeleitet.
Prävention ist entscheidend: Schutz vor Mückenstichen ist derzeit die beste Vorsorge gegen eine Infektion.
Das West-Nil-Virus sorgt in Italien für zunehmende Besorgnis. Laut der italienischen Gesundheitsbehörde ISS wurden in den letzten sieben Tagen 57 Neuinfektionen registriert. Davon berichtet die "Bild"-Zeitung. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in diesem Jahr auf 89. Die Krankheit hat bislang acht Todesopfer gefordert. Besonders betroffen ist die Region Latium, insbesondere die Provinz Latina südlich von Rom. Um der Ausbreitung entgegenzuwirken, wurde eine Taskforce eingerichtet.
Latiums Regionalpräsident Francesco Rocca betonte: "Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, aber wir müssen wachsam bleiben." Die Übertragung des Virus erfolgt ausschließlich durch Mückenstiche und nicht von Mensch zu Mensch. Daher rät Anna Teresa Palamara, Infektionsexpertin des italienischen Gesundheitsinstituts, zu Vorsichtsmaßnahmen: "Schützen Sie sich vor Mückenstichen und suchen Sie bei Symptomen wie Fieber über 38 Grad und Hautausschlag einen Arzt auf."
Symptome und Risikogruppen
Das West-Nil-Virus verläuft bei etwa 80 Prozent der Infizierten symptomlos. Bei jedem Fünften tritt ein mildes "West-Nil-Fieber" auf, das mit Fieber, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen einhergeht. Weniger als ein Prozent der Betroffenen entwickelt jedoch schwere Komplikationen, die lebensbedrohlich sein können. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Die Symptome können zwei bis 14 Tage nach einem Mückenstich auftreten und dauern meist drei bis sechs Tage an. Dazu zählen neben plötzlichem Fieber auch geschwollene Lymphknoten, Übelkeit und ein fleckiger Hautausschlag, der sich auf verschiedene Körperregionen ausbreiten kann.
Prävention und Schutzmaßnahmen
Da es derzeit keinen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus gibt, liegt der Fokus auf präventiven Maßnahmen. Die Gesundheitsbehörden empfehlen den Einsatz von Mückenschutzmitteln, das Tragen langer Kleidung und das Anbringen von Fliegengittern an Fenstern und Türen.
Auch in Deutschland werden seit mehreren Jahren immer wieder Infektionen gemeldet.Aufgrund der häufig symptomfreien Verläufe gehen Expert:innen von einer hohen Dunkelziffer aus. Das Virus, das ursprünglich aus Afrika stammt, wurde vermutlich über Zugvögel nach Europa gebracht.
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